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73-Millionen-Euro-FörderungNotaufnahme und OP-Zentrum werden im Klinikum Leverkusen erneuert

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Die Front des Klinikums in Leverkusen-Schlebusch.

Das Klinikum Leverkusen profitiert von einer umfangreichen Landesförderung.

Neun Prozent der Gesamtinvestition des Landes Nordrhein-Westfalen gehen nach Schlebusch.

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert im großen Stile in seine Krankenhaus-Infrastruktur – davon profitiert auch das Klinikum in Leverkusen im Rahmen einer Förderungsrunde mit einer Summe im zweistelligen Millionenbereich.

Insgesamt 73.261.813,90 Euro und damit rund neun Prozent der Gesamtinvestition des Landes gehen an das Schlebuscher Klinikum, das gaben Ministerpräsident Hendrik Wüst und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Freitag, 28. November, bekannt.

NRW investiert 823 Millionen Euro in Förderrunde

Wie das Klinikum bestätigt, werden die Landesmittel genutzt, um die Bettenkapazitäten zu erweitern sowie eine neue Notaufnahme und ein neues OP-Zentrum zu errichten. Die Baumaßnahmen sollen in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden.

„Die Zusage der Fördermittel ist für uns eine großartige Sache“, erklärt Dr. André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. „In Zeiten einer sich rasant verändernden Krankenhauslandschaft und der damit einhergehenden wachsenden Verantwortung unseres Standorts helfen uns die Gelder entscheidend dabei, uns zukunftsfähig aufzustellen.“

Die beiden Geschäftsführer des Klinikums in Leverkusen, Dr. André Schumann und Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, freuen sich über die Landesförderung.

Die beiden Geschäftsführer des Klinikums in Leverkusen, Dr. André Schumann (r.) und Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, freuen sich über die Landesförderung.

„Dass wir nun den Bau einer deutlich größeren und modernen ZNA (zentrale Notaufnahme, Anm. d. Red.) auf den Weg bringen können, bedeutet langfristig nicht nur eine bessere Versorgung der heute schon rund 75.000 Notfall-Patientinnen und -Patienten in optimierten Prozessabläufen, sondern auch eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unser Team vor Ort“, betont die medizinische Geschäftsführerin Dr. Anja Mitrenga-Theusinger.

Darüber hinaus ist geplant, dass über der Notaufnahme ein neues Operationszentrum entsteht, dazu 130 neue Bettenplätze. Damit hat das Klinikum in Schlebusch nach eineinhalb Jahren, der Förderantrag war im ersten Halbjahr 2024 eingegangen, jetzt Gewissheit: Einem Meilenstein in der Zukunftsausrichtung des Klinikums steht nichts mehr im Wege.

Bereits im vergangenen Jahr begann die Landesregierung mit der ersten Förderrunde, um die Krankenhäuser finanziell zu unterstützen. Künftig will die schwarz-gründe Landesregierung medizinische Schwerpunkte in den einzelnen Kliniken fördern. Bereits im Dezember 2024 und im April 2025 gab es für diesen Wandel Geld vom Land für die Kliniken. 

Zuvor wurden unter anderem die Kliniken der Stadt Köln mit 250 Millionen Euro gefördert. Da gab es in der Leverkusener Nachbarstadt Gesprächsbedarf, weil die nicht-städtischen Kliniken leer ausgingen.

Durch die Investition des Landes in Höhe von 823 Millionen Euro ist jetzt rund die Hälfte des gesamten Förderungsvolumens bis 2030 ausgezahlt. In der aktuellen Runde erhielt das Klinikum in Leverkusen den zweithöchsten Betrag aller geförderten Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen – nur das Lukaskrankenhaus in Neuss erhielt eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe, insgesamt sind es dort 142.051.086,75.