Bei einem Feuer kamen im März zwei Männer ums Leben – Ostern 2025 war ein Zeitungszusteller zur richtigen Zeit am richtigen Ort und handelte.
Rückblick 2025Gefährliche Brände in Opladen – Zusteller wird zum Retter

Das betroffene Haus in Opladen nach dem Brand.
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Wie viele Einsätze die Stadt 2025 wegen Bränden gefahren hat, wird erst noch ermittelt. Über den Daumen sind es über fünf am Tag. Für Betroffene ist ein Feuer im Haus immer eine Katastrophe, zwei Einsätze in Opladen blieben besonders im Gedächtnis: Am 26. März 2025 starben bei einem Wohnungsbrand in der Düsseldorfer Straße 5 zwei Männer, 66 und 43 Jahre alt. Der 66-jährige Mann war der Wohnungsmieter, er hatte wohl andere Menschen bei sich übernachten lassen, darunter eine 29-jährige Frau.
Unglück mit Ansage beim Brand in Opladen
Für Nachbarn kam das Unglück aber wohl nicht ganz ohne Ansage. Bei einem Treffen mit dem „Leverkusener Anzeiger“ sagten Nachbarn, sie hätten den Vermieter wiederholt aufgefordert, etwas gegen die unhaltbaren Zustände wegen des Mieters unterm Dach zu unternehmen, der bei dem Brand umgekommen war. Aber auch der Vermieter, der Bäcker Jörg Nöres, hatte keine Handhabe.
Der Mieter soll zu einer Szene gehört haben, die sich regelmäßig trinkend in der Opladener Fußgängerzone aufhielt. Mit Urin und Exkrementen im Treppenhaus hätten die Nachbarn zu tun gehabt, erklärten sie, nächtlicher Lärm sei normal gewesen, ständig habe er unbekannte Leute bei sich in der 70 Quadratmeter großen Wohnung beherbergt. Der Brand setzte dem ein Ende. Die Polizei prüfte, ob Fahrlässigkeit vorliegt.
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Der Zeitungszusteller Achim Reinecke reagierte geistesgegenwärtig.
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Ein anderer nächtlicher Brand im Norden Opladens verursachte zwar großen Schaden, aber er verlief für die Bewohner eines Einfamilienhauses glimpflich, weil der Zeitungszusteller Achim Reinecke gerade ans Haus gekommen war, als die Flammen um 3.45 Uhr aus dem Dachstuhl des Hauses Leichlinger Straße 19 züngelten. Reinecke macht seinen Job wie aus dem Lehrbuch: Zuerst alarmiert er die Feuerwehr.
Dann rennt er zur Haustür und drückt minutenlang den Klingelknopf. Aber: Nichts tut sich in dem Haus. Eine Nachbarin weiß aber, dass sicher jemand zu Hause sei. Reinecke schellt weiter. Erst ungefähr nach sechs Minuten kommen eilig zwei Männer aus dem Haus gelaufen. Das Feuer lodert inzwischen heftig aus dem Dach, es knackt und knistert. Am nächsten Tag steht vom Dach nur noch das schwarze Gerippe.
