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Vorlesewettbewerb in LeverkusenSechstklässlerin Shirin setzt sich durch

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Vorlesewettbewerb-Gewinnerin Shirin auf der Bühne.

Gewinnerin Shirin auf der Bühne: Die Sechsklässlerin liest aus dem goldenen Kompass vor.

Sechstklässlerin Shirin vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium entscheidet den Wettbewerb für sich.

Die Freude ist groß bei Sechstklässlerin Shirin: Die Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums hat am Mittwoch, 18. Februar, den Regionalentscheid für den 67. Vorlesewettbewerb für sich entschieden.

Am Morgen stieg die Aufregung in der Aula der Marienschule Opladen merklich. Die erste Schülerin betrat die Bühne, um aus dem von ihr ausgewählten Buch vorzulesen und damit die dreiköpfige Jury zu überzeugen. Mit dabei waren zehn Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse, die an ihren Schulen die internen Vorlesewettbewerbe gewonnen hatten.

Shirin darf sich Hoffnungen auf großen Erfolg bei Vorlesewettbewerb machen

Aufgeteilt ist der Wettbewerb in zwei Runden: In der ersten Runde lesen alle Teilnehmenden aus selbst ausgewählten Büchern eine Textstelle vor. In der zweiten Runde gab es dann für alle Schülerinnen und Schüler einen vorgegebenen Text zum Vorlesen. Wer bei beiden Runden am meisten Punkte von der Jury zugeschrieben bekommt, gewinnt dann den Wettbewerb.

In diesem Jahr überzeugte Sechstklässlerin Shirin am meisten. Die Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums las aus dem Buch „Wunder“ von R. J. Palacio vor und überzeugte die Jury. Das Buch kannte Shirin, weil sie es in ihrer Klasse gelesen hatte. „Ich fand das sehr spannend“, erzählt sie im Anschluss an den Wettbewerb. Der Sieg im Wettbewerb sei für sie ganz besonders. „Es bedeutet mir schon viel, ich lese sehr gerne vor“ – darin dann gut zu sein, das freue sie sehr. Dahinter wurden Marienschülerin Clara als Zweite und Vincent vom Werner-Heisenberg-Gymnasium als Dritter geehrt.

Die Jury setzte sich zusammen aus zwei Lehrern der Marienschule ebenso wie aus einer Elternvertreterin. Die Entscheidung sei ihm und auch dem Rest der Jury ziemlich schwer gefallen, berichtet Frank Kirchhoff. Er musste, sowie die anderen Jurymitglieder auch, die Vorlesenden anhand der Lesetechnik, der Interpretation und der Textstellenauswahl bewerten. 

Die drei besten Vorleserinnen und Vorleser gemeinsam mit den Jurymitgliedern sowie Organisatorin Simone Dorfmüller.

Die drei besten Vorleserinnen und Vorleser gemeinsam mit den Jurymitgliedern sowie Organisatorin Simone Dorfmüller.

Für die Organisation des Regionalentscheids an der Marienschule war Lehrerin Simone Dorfmüller zuständig. Sie hatte auch schon den internen Vorlesewettbewerb an ihrer Schule im vergangenen November organisiert. Die Organisation, die laufe aber quasi automatisch, so Dorfmüller. Denn die veranstaltende Stiftung, die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, habe den Organisatorinnen und Organisatoren einen Leitfaden gegeben und damit die Organisation vereinfacht. Den Fremdtext für den zweiten Teil des Wettbewerbs hatte Dorfmüller im Vorfeld herausgesucht. Der Text müsse der Altersgruppe gerecht und kein Comic sein, so die Lehrerin. Ihre Wahl fiel darum auf die Trilogie  „Der goldene Kompass“.

„Ich habe schon mitgekriegt, ihr seid alle ganz schön aufgeregt, aber wir machen das hier zusammen“, so hatte Simone Dorfmüller die Schülerinnen und Schüler am Morgen begrüßt. Um den Vorlesenden die Aufregung etwas zu nehmen, hatte sie darum auch die Eltern und Familien der Schülerinnen und Schüler eingeladen. Außerdem durften sie auch schon etwas früher kommen, um sich mit dem Raum vertraut zu machen. 

Insgesamt nehmen am Vorlesewettbewerb deutschlandweit etwa 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse teil. Von Runde zu Runde wird die Teilnehmerzahl dann immer geringer, bis dann im Juni das Bundesfinale mit den 16 Landessiegerinnen und -siegern stattfindet. Für Regionalsiegerin Shirin steht nun die Vorbereitung auf die nächste Runde an – dann wieder mit einem neuen Text.