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DhünnstraßeSPD will Kita in Leverkusen endlich sanieren lassen

Das Projekt an der Dhünnstraße könnte 18 Millionen Euro kosten. Ein Neubau wäre ungefähr genauso teuer.

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Die städtische Tageseinrichtung für Kinder in der Dhünnstraße 12a, Wiesdorf.

Zwei Teile der Kindertagesstätte an der Dhünnstraße müssen saniert oder neu gebaut werden. Wegen der hohen Kosten gibt es noch keine Entscheidung im Stadtrat.

Die SPD beklagt die Hängepartie bei der Kita an der Dhünnstraße. Die Fraktion hatte sich vor geraumer Zeit festgelegt: Der Gebäudekomplex soll saniert werden. Mit dieser Haltung sind die Sozialdemokraten in der Bezirksvertretung I nicht alleine. Dort wurde einstimmig die Sanierung beschlossen. Anders sieht es im Stadtrat aus, der letztlich die Mittel für das Projekt freigeben muss. Dort gibt es keine Mehrheit für die Sanierung: CDU, Grüne, Opladen Plus und FDP haben die Stadtverwaltung beauftragt, eine günstigere Alternative zu finden.

Die Sanierung könnte bis zu 18 Millionen Euro kosten. Ein Neubau bewegt sich kostenmäßig in derselben Größenordnung. Das lässt die Politiker bisher zurückschrecken – im Februar wurde das Projekt ausgesetzt.

Am Dienstag haben die Sozialdemokraten ihre Forderung erneuert, endlich eine Entscheidung herbeizuführen. Im Juli waren sie im Stadtrat damit noch in der Abstimmung unterlegen. Mit Blick auf eine weitere Prüfung, die CDU und Grüne der Verwaltung aufgegeben haben, sagt Thomas Konrad, der baupolitische Sprecher der SPD‑Fraktion, jetzt: „Es ist Aufgabe der Politik, Entscheidungen zu treffen, anstatt immer neue Prüfaufträge zu erteilen. Jetzt müssen die Ergebnisse auf den Tisch.“

Es ist Aufgabe der Politik, Entscheidungen zu treffen, anstatt immer neue Prüfaufträge zu erteilen
Thomas Konrad, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Aus sozialdemokratischer Sicht ist es längst Zeit, das Projekt an der Dünnstraße anzugehen. Die Kita ist in ein Gebäude an der Görresstraße ausgelagert. Aus der ehemaligen Schule werden immer wieder Wasserschäden und weitere Gebäudemängel gemeldet. „Die Kinder brauchen endlich eine dauerhafte Lösung, nicht noch eine Prüfschleife“, sagt Max Haacke, der kinder- und jugendpolitische Sprecher der sozialdemokratischen Ratsfraktion. „Seit Jahren findet die Betreuung in einer Übergangslösung statt. Eltern und Beschäftigte brauchen endlich Klarheit, wie es mit ihrer Kita weitergeht.“

Mit ihrer Kritik ziele sie ausdrücklich auf die politische Mehrheit im Stadtrat, so die SPD. Der Bauverwaltung hingegen sei kein Vorwurf zu machen. Sie setze nur den Prüfauftrag des Rates um. Aber es werde nun Zeit, dessen Ergebnis den Gremien vorzulegen. „Anschließend muss die Finanzierung geklärt werden, damit die vom Bezirk bereits beschlossene Sanierung endlich vorankommen kann“, fordern die Sozialdemokraten.