So groß die Freude ist, dass auch der TuS Quettingen von den Infrastruktur-Millionen des Bundes profitieren soll: Der Verein bleibt skeptisch.
SportanlageTuS Quettingen drängt bei Neubau der Umkleiden zur Eile

Der Fußballplatz des TuS Quettingen hat seit knapp fünf Jahren eine Kunstrasenoberfläche. Doch die Umkleiden sind marode.
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Der Neubau des Umkleidegebäudes auf der Sportanlage Am Weidenbusch soll 1,42 Millionen Euro kosten. Und die Kosten übernimmt zu 100 Prozent der Bund über das Infrastrukturgesetz, mit dem auch Investitionen in Sportanlagen finanziert werden können. Das begrüßt die Vereinsführung des TuS 05 Quettingen ausdrücklich.
Doch bleiben die Vereinsoberen skeptisch. „Eine Nennung auf einer Liste ist noch kein Bauwerk“, heißt es in einer Mitteilung. „Wir danken der Verwaltung für ihre Vorlage. Damit haben über 900 Kinder und Jugendliche, die jede Woche die Anlage nutzen, endlich eine Perspektive. Aktuell treffen sie dort auf Räume, in denen es an mehreren Stellen feucht ist, in denen es riecht und in denen der Verein seit Jahren mit Eigenleistung ausbessert, was eigentlich längst hätte ersetzt werden müssen“, wird Giorgio Italiano, Geschäftsführer und Abteilungsleiter Fußball im Verein, in der Mitteilung zitiert.
Zwar wurde die Sportanlage vor fünf Jahren, als auch Kunstrasen den bisherigen Aschenplatz ersetzte, komplett erneuert. Die Umkleide, ein Containerbau aus den 1970er-Jahren, blieb davon allerdings ausgenommen. „Dieses Gebäude ist kurz vor dem Ende, und wir sagen es jetzt so deutlich, wie es ist: Ohne Ersatzneubau wird auf dieser Anlage über kurz oder lang kein Vereinssport mehr stattfinden“, fügt der Vereinsvorsitzende Arne Kahr den Äußerungen von Italiano laut Mitteilung hinzu.
Der Verein forderte deshalb vom Rat eine Bestätigung des Neubaus in seiner Sitzung am Montag, 31. August, und einen Planungsbeschluss für den Ersatzneubau noch 2026. Der Stadtrat hatte das Thema allerdings nicht auf der Tagesordnung. Und die Forderung läuft auch den bisherigen Plänen des zuständigen Sportpark Leverkusen zuwider. Der plant für kommendes Jahr lediglich eine Voruntersuchung und will den Neubau der Umkleiden 2028 errichten.
Dieser Zeitplan stammt aus dem April dieses Jahres, möglicherweise, bevor klar war, dass der Bund die Neubaukosten zu 100 Prozent tragen würde. Im April bezifferte der Sportpark den Preis für den Neubau auch auf 900.000 Euro und nicht gut 1,4 Millionen Euro, wie es jetzt auf der Liste zur Ratsvorlage für die Mittel aus dem Infrastrukturgesetz vermerkt ist.

