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„Größtes Weiterbildungsangebot“ LeverkusensVHS-Programm 2026 zwischen OB Hebbel und „K-Pop-Tanz“

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Die Vorstellung des Jahresprogrammes in der VHS fand im Forum statt.

Die Vorstellung des Jahresprogrammes in der VHS fand im Forum statt.

In Zeiten des Haushaltssicherungskonzepts erklärt der Leiter der Volkshochschule, Günter Hinken, das Vorgehen für die Kurse.

Wohl dem, der auch für die künstlerische Gestaltung des Programmheftes auf Projekte aus eigener Hand zurückgreifen kann: Die VHS Leverkusen ist natürlich auch in den kommenden Monaten bestrebt, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für ihr Programm zu begeistern. Viele von ihnen werden dabei auch mal einen Blick auf und in das Programmheft werfen.

Verziert wird das diesmal von Ergebnissen der vergangenen Klöppel-Kurse, die Teil des VHS-Programms sind. Dieses Programm ist weiterhin das „größte Weiterbildungsangebot“ der Stadt, wie VHS-Leiter Günter Hinken erklärte. In Zahlen: 195 Dozierende waren im Vorjahr tätig und stellten 452 Kursangebote auf die Beine, insgesamt kamen dabei im Jahr 11.271 Unterrichtsstunden zusammen.

Neue VHS-Bereichsleiterin für „Gesundheit und Umwelt“

Wenn Hinken seinen Ansatz für 2026 und die Folgejahre präsentiert, wird aber schnell deutlich, dass natürlich auch die Situation der Volkshochschule stark an die der Stadt geknüpft ist. „Die VHS unter erschwerten Bedingungen weiterentwickeln“, heißt das Credo der Verantwortlichen in Zeiten des Haushaltssicherungskonzepts. Die engen Drähte zur Stadt wurden nicht nur durch die Anwesenheit von Dezernent Marc Adomat, dessen Bereich auch die VHS obliegt, bei der Vorstellung deutlich.

Dabei steht Hinken in Godje Berning nicht nur im Rahmen der Programmvorstellung ein noch einigermaßen frisches Gesicht in Leverkusen zur Seite. Sie ist seit September 2025 als Bereichsleiterin für „Gesundheit und Umwelt“ tätig und damit erstmals an einer Jahresplanung beteiligt. Allerdings ist es für Berning längst keine neue Welt, sie war zuvor in diesem Bereich bereits in Bergisch Gladbach tätig.

Die VHS unter erschwerten Bedingungen weiterentwickeln
VHS-Leiter Dr. Günter Hinken über die Situation in Zeiten des HSK

Berning kennt damit die Situation in den anderen Einrichtungen der Region nur zu gut. Die sind natürlich auch für Hinken immer ein guter Orientierungs- und Vergleichspunkt – auch in Bezug auf die Honorare für die Dozierenden. Die liegen laut Hinken in Düsseldorf und Köln mittlerweile bei 35 Euro pro Unterrichtsstunde. „Das können wir nicht“, erklärt der Verantwortliche. Dennoch sei es alternativlos, dass auch in Leverkusen die Honorare im „verträglichen Rahmen“ ansteigen.

Damit stehe auch in Verbindung, welche Angebote gemacht werden. Da ist laut Hinken schlichtweg die Rückmeldung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unermesslich. „Wir beobachten den Markt immer“, schildert Hinken und erklärt, dass eine wichtige Kontrollinstanz sei, welche Kurse welche Nachfrage genießen. Um die Wege, der VHS eine Rückmeldung zu liefern, weiter zu vereinfachen, wurde auch die Möglichkeit einer Online-Plattform für Feedback realisiert.

Allerdings soll das längst nicht bedeuten, dass jedem Kurs, der beim ersten Angebot nicht direkt überragend besucht wird, sofort der Stecker gezogen wird. Ein experimentelleres Konzept für 2026 ist zum Beispiel die Veranstaltung zum „K-Pop-Tanz“, einer gerade bei jungen Menschen aktuell ausgesprochen beliebten Musikform aus Südkorea. Hier hofft Berning aber längst nicht nur auf die klassische K-Pop-Zielgruppe unter 30, sondern wünscht sich eine Mischung aus Menschen aus verschiedenen Kreisen. Auch bei diesem Projekt erwartet die VHS nicht, dass gleich in den ersten Wochen nach Vorstellung alle möglicherweise Interessierten dies mitbekommen – und sich sofort anmelden. Das Angebot ist ein Beispiel für einen Kurs, dem doch etwas Geduld zugestanden werde.

Eine Veranstaltungsreihe, bei der die Protagonisten für Leverkusenerinnen und Leverkusener sicherlich bekannter sind als so manche K-Pop-Größe, ist der Bürgerdialog. Hier profitiert die VHS natürlich von dem engen Draht durch die Stadt, immerhin konnte für diese Reihe auch Oberbürgermeister Stefan Hebbel gewonnen werden.

Besprochen wird der „Transformationsprozess“ der Stadt, am 21. April etwa am Beispiel einiger Projekte in Wiesdorf. Neben Hebbel und einem Verantwortlichen der Levi wird auch ein Geschichtsexperte mit dabei sein – für einen Rück- und Vorausblick zum Leben in Leverkusen.

Einen Mehrwert für Interessierte stellt auch der Termin „Geschichtszeichen – ein Blick hinter die Kulissen des WDR Zeitzeichens“. Hierfür kommt es nicht nur zur Zusammenarbeit mit dem WDR und der langjährigen „Zeitzeichen“-Autorin Maren Gottschalk,  sondern auch mit der Evangelischen Kirchengemeinde der Stadt. Am 7. Mai erklärt Gottschalk den Teilnehmenden, wie eine solche Sendung zustande kommt – Veranstaltungsort ist die Christuskirche in Wiesdorf.

Dr. Maren Gottschalk bei einer Lesung.

Auch Maren Gottschalk wirkt 2026 beim VHS-Programm mit, die langjährige Zeitzeichen-Autorin ist in Leverkusen wohnhaft.

Noch deutlich vor der Veranstaltung im Mai lädt die VHS zur „Woche der Sprache“, die vom 23. bis zum 27. Februar angesetzt ist. Fabian Daldrup, Verantwortlicher für den Sprachenbereich, hat diese in den vergangenen Monaten konzipiert. Die „Woche der Sprache“ soll dabei als Hilfestellung und Beratungsmöglichkeit für Interessierte agieren, die noch Unterstützung bei der Frage wollen, welcher der 14 angebotenen Sprachen sie sich widmen wollen.