Impro-Theater, KI-Kurse und ein „Papa-Vormittag“ mit Kind – im Bildungsforum ist die Auswahl enorm.
Zwischen Nische und BandbreiteWas das Katholische Bildungsforum in Leverkusen 2026 geplant hat

Verantwortliche des Katholischen Bildungsforums in Leverkusen um Leiterin Sabine Höring, Maximilian Anton, Anja Gurk und Martina Böhm (v.l.n.r.) stellen das Programm für 2026 vor.
Copyright: Daniel Thiel
Wenn das Katholische Bildungsforum zum Termin in ihre Einrichtung an der Manforter Straße in Leverkusen einlädt, zeigt sich schnell: Hier gibt es eine ziemliche Bandbreite an Angeboten für das gerade begonnene Jahr. Gleich vier Mitarbeitende des pädagogischen Teams um Leiterin Sabine Höring stellen das Programm vor.
Über das Leben mit Kindern, zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Smartphones für ältere Personen, kulturellen Themen und Aspekten der Gesundheitslehre – einerseits ist das nur ein Querschnitt des Programmes. Andererseits wird hierdurch schon deutlich, dass eigentlich für alle Interessierte etwas Passendes dabei sein sollte.
Die Angebote des Katholischen Bildungsforums 2026
Schon in den Vorjahren pendelte sich das Angebot des Katholischen Bildungsforums auf rund 5000 Unterrichtsstunden ein, im Jahr 2024 habe es ein Plus von 30 Prozent gegeben, um diese Marke zu knacken, berichtet Höring. Dadurch sei die Einrichtung glücklich damit, auch fortan Angebote in diesem Umfang anbieten zu können.
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Spannend dabei: Mittlerweile fast sechs Jahre nach dem ersten Corona-Lockdown sind digitale Kurse inzwischen keine Seltenheit mehr. Allerdings zeigt sich, dass es im Interesse der Teilnehmenden ist, in erster Linie den persönlichen Kontakt zu suchen. Etwa zehn Prozent der Projekte würden online über die Bühne gehen, erklärt die Leiterin: „Die Mischung ist gut.“ So bestünde etwa die Möglichkeit, im Falle, dass mal alle neun Sitzungsräume belegt sind, einen zehnten Kurs digital durchführen zu können – ohne, dass das mit großen technischen Herausforderungen gebunden ist.
Die pädagogischen Mitarbeitenden der Bildungseinrichtungen weisen durch die Bank darauf hin, dass die Art der Austauschmöglichkeiten, auch das ist, was das Bildungsforum auszeichnet: Es bietet Interessierten die Gelegenheit, bei verschiedenen Themen durch die Gruppenkonstellation erst einmal hereinzuhören – und für sich erste Informationen in dem Bereich aufzuschnappen. Der Druck, sich direkt einem Einzelgespräch, etwa bei Familienthemen, stellen zu müssen, bleibe dadurch aus.
Diese Aufgabe obliege vielmehr anderen Institutionen in der Stadt, mit vielen von ihnen pflegt das Bildungsforum enge Verbindungen. Dabei biete das Bildungsbüro der Stadt Leverkusen eine „super Chance zum Vernetzen“ und agiere als „Treffpunkt“ für die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Bereiche.
Anja Gurk verantwortet etwa den Bereich „Leben mit Kindern“, bei dem der Fokus in der Vorbereitung des 2026er-Programms darauf gelegen habe, neben den gewohnten Formaten, die es weiterhin geben wird, den „Weg zu Nischenangeboten“ weiter ebnen zu können.
Unter anderem gibt es einen „Papa-Vormittag“, bei dem auch auf die Fragen und Bedürfnisse von Vätern mit Kindern ab vier Jahren eingegangen wird, die etwa mal über ein Wochenende komplett auf ihren Nachwuchs aufpassen. Dort wird unter anderem auf Aspekte wie Erste Hilfe, das Kochen und kreative Unterhaltungsmöglichkeiten für die Kinder geblickt. In diesem Bereich kooperiert das Bildungsforum mit dem Naturgut Ophoven für einen Outdoor-Kurs in Opladen.
Da muss ein Dozent natürlich hinbekommen, den Spagat zu schaffen
Bei den Medienangeboten geht es in erster Linie darum, den Interessierten einen geschulten und sicheren Umgang mit den Tablets, Smartphones oder auch der KI zu ermöglichen. Hierbei seien auch die Verantwortlichen besonders gefragt, erklärt Maximilian Anton. „Da muss ein Dozent natürlich hinbekommen, den Spagat zu schaffen“, erklärt der Pädagoge mit Blick auf die Unterschiede in Bezug auf das Vorwissen der Teilnehmenden. Zum zweiten Mal wird in einem Kursus das KI-Thema unter die Lupe genommen, dabei werden etwa Fragen wie „Wie prompte ich richtig?“ diskutiert.
„Ein lebenslanger Prozess“, wie Martina Böhm betont, und damit zweifelsohne auch schon ein Thema der Leverkusenerinnen und Leverkusener lange vor der KI: das „Leben in Gemeinschaft“. Böhm freut sich besonders auf das Projekt „Tagsüber Zirkus, abends Theater“, das auf „spielerische“ Art und Weise bei der (weiteren) Persönlichkeitserkennung helfen soll. Das Impro-Theater-Vorhaben geht im April über die Bühne.
Als katholische Einrichtung engagiert sich das Bildungsforum auch in Zeiten, in denen auch an den Strukturen der Kirchen in Leverkusen geschraubt werde. Als Beispiel nennt Leiterin Höring die Installation der „Gemeinde-Teams“ in der Stadt, für die die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vorbereitet werden – auch durch Schulungen des Bildungsforums.


