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Wiembachtal und „Calevornia“Wie die Freibadsaison in Leverkusen lief

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Das Freibad am „Calevornia“

Das Freibad am „Calevornia“

Der Leiter der Bäderbetriebe in Leverkusen erzählt, wie Wetter und Personalmangel sich auf die Freibäder in der Stadt ausgewirkt haben.

Mit den Vierbeinern, die am vergangenen Wochenende beim Hundeschwimmen im Freibad Wiembachtal planschten, ist die Freibadsaison in Leverkusen zu Ende gegangen. „Das war schon einer von den schlechteren Sommern“, zieht Dieter Scholz Bilanz. Er ist Leiter Bäderbetriebe beim Sportpark Leverkusen, die die Bäder Wiembachtal und „Calevornia“ betreibt.

Und das eher durchwachsene Fazit hat bei Freibädern natürlich ganz viel mit dem Wetter zu tun. Im Juni schön, Juli bis August ziemlich schlecht, jetzt im sehr späten Sommer wieder schön. Das wirkt sich auf die Besucherzahlen in Leverkusen aus.

Vom letzten Maiwochenende bis zum Saisonende Anfang September seien rund 26.600 Menschen in Freibad Wiembachtal gekommen. So richtig viel ist das im Vergleich nicht. 2019, das ist wegen Corona die wohl adäquateste Vergleichsgröße, kamen rund 30.000 Menschen. „Wir hatten auch schon mal über 40.000“, sagt Dieter Scholz.

Im „Calevornia“ waren es rund 10.400 Leute, die das Freibad besucht haben. Hier sei es schwer, einen Vergleich zu vorherigen Jahren zu ziehen, weil man damals die Besucher nicht gesondert für das Freibad, sondern für das gesamte Schwimmbad „Calevornia“, mit Innen- und Außenbereich, gezählt habe. Scholz nennt die Gesamtzahlen von 2019: 24.600 im Juni, 31.200 im Juli und 26.800 im August.

Die Besucherzahlen im „Calevornia“ seien „okay“, meint der Leiter Bäderbetriebe. „Wir hoffen natürlich trotzdem, dass nächstes Jahr ein besserer Sommer kommt.“ Wegen Personalmangels konnte das „Calevornia“ seit Ende Juni nur noch halbtags öffnen. Trotzdem glaubt Scholz nicht, dass sich das besonders auf die Besucherzahlen des Freibads ausgewirkt hat. „Denn die Leute sind ja trotzdem ins Hallenbad gekommen“, daher könne er das anhand der Besucherzahl dort abschätzen.

Dieter Scholz, Leiter Bäderbetriebe im Sportpark Leverkusen.

Dieter Scholz, Leiter Bäderbetriebe im Sportpark Leverkusen.

Der Personalmangel ist trotzdem ein großes Problem für die Bäder, allerdings nicht nur in Leverkusen. „Trotz starken Engagements wie zum Beispiel Speedating haben wir es nicht geschafft, genügend Personal zu bekommen“, sagt Scholz. Und dabei gehe es nicht nur um Rettungsschwimmer oder Fachangestellte für Bäderbetrieb, sondern auch um anderes Personal: „Service, Reinigung, Kasse und noch mehr“, so Scholz. Das seien Saisonkräfte und Kurzzeitbeschäftigte. Und es werde immer schwerer, die zu finden.

Der Personalmangel macht es Scholz auch unmöglich, die Freibäder kurzfristig wieder zu öffnen, wenn der Spätsommer so sonnig ist wie jetzt. „Es gibt kein Personal mehr. Und es ist sowieso nicht so einfach, das Bad mal eben wieder aufzumachen.“ Nach dem Hundeschwimmen sei das im Wiembachtal zum Beispiel gar nicht möglich. Dieter Scholz glaubt auch, dass sich der Besucherandrang in Grenzen halten würde. „Die Urlaubszeit ist vorbei, die Erwachsenen gehen arbeiten, die Kinder in die Schule oder in den Offenen Ganztag.“

Im „Calevornia“ steht nun die Revision an. Bis zum 22. September werden „umfangreiche Wartungs- und Reparaturarbeiten an den technischen und baulichen Anlagen in der Schwimmhalle, den Umkleidebereichen und in der Sauna durchgeführt“, heißt es vom Sportpark.