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Grünen-AnfrageWie es mit den Sanierungen an der KKS in Leverkusen weitergeht

Technikräume, Naturwissenschaften und Lehrküche: An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf muss viel gemacht werden.

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An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule muss viel gemacht werden. (Archivfoto)

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule muss viel gemacht werden. (Archivfoto)

Bereits seit vier Jahren besteht Sanierungsbedarf in der Lehrküche der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule an der Deichtorstraße in Rheindorf. Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Grünen mitteilt, habe das Projekt aber verschoben werden müssen: „aufgrund personeller Engpässe beziehungsweise bereits laufender Maßnahmen“. Nachdem im vergangenen Jahr die ersten Planungsleistungen vergeben worden seien, laufe die Sanierung inzwischen seit Anfang 2026, so die Verwaltung.

Die Stadt will die Arbeiten mit der Erweiterung der Mensa verknüpfen. Das sei vor allem wirtschaftlicher, so die Stadt. Denn für die Erweiterung der Mensa werde Technik eingebaut. die auch für die Lehrküche benutzt werden kann. Für den Übergang sei in Absprache mit dem Fachbereich und der Schulleitung „eine kurzfristige und wirtschaftliche Zwischenlösung entwickelt, deren Umsetzung für die Herbstferien geplant ist“. Was genau diese Zwischenlösung ist, teilt die Stadt nicht mit.

Insgesamt stehen im Haushalt für die Sanierung der Lehrküche 190.000 Euro. Dazu gehören die „komplette Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung sowie der Rückbau des Estrichs“. Eine Schadstoffsanierung ist bereits abgeschlossen, so die Stadt. Noch in diesem Jahr sollen einzelne Bauaufträge vergeben werden. Nach den Osterferien 2027, so der Plan der Stadt, soll die Lehrküche erneuert sein.

Neue Ausstattung für Naturwissenschaften

Die Grünen wollten zudem wissen, wie es mit den Lagerräumen („Sammlungsräumen“) für Material für den naturwissenschaftlichen Unterricht aussieht. Die gelte es nämlich ebenso zu sanieren. Wie die Stadt mitteilt, muss dafür noch der Bedarf benannt werden. Dann könnte man die Kosten schätzen und Mittel dafür im Haushalt anmelden. Vorsichtig rechnet die Stadt mit einem Planungsbeginn im kommenden Jahr („vorbehaltlich der finanziellen und personellen Ressourcen“). Ob Anfang, Mitte oder Ende 2027 wird offengelassen.

Die Stadt plant zudem, die Naturwissenschaftsräume komplett neu auszustatten: sowohl mit Möbeln als auch mit neuen Unterrichtsmaterialien. Zunächst müsse man den Fokus aber auf die Lagerräume legen, damit man abschätzen könne, welche Schränke man brauche. Die Stadt bereitet derzeit eine Ausschreibung vor. Denn der inzwischen ermittelte Bedarf übersteigt den Betrag, der es der Verwaltung erlaubt, das Mobiliar ohne Ausschreibung anzuschaffen. Grundsätzlich werden Möbel und Materialien (in Abstimmung mit der zuständigen Fachschaft) getrennt voneinander ausgeschrieben.

Die ersten „für den Unterrichtsbetrieb wesentlichen Materialien“ sollen im ersten Quartal 2027 kommen, wenn das dafür vorgesehene Geld in den kommenden Haushalt eingestellt wird. Alles auf einmal schafft die Stadt wegen der aktuellen Haushaltslage nicht an, sondern „im Rahmen einer mehrjährigen, haushaltsverträglichen Umsetzung. Dieses stufenweise Vorgehen ermöglicht eine sorgfältige Priorisierung und eine solide Finanzierung der einzelnen Ausstattungsschritte.“

Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Realisierung frühestens ab 2028 realistisch.
Aus der Stellungnahme der Stadt

Noch mehr als ein Jahr warten müssen die Schülerinnen und Schüler auf die neuen Arbeitstische in den Technikräumen an der Deichtorstraße. Denn die dafür nötigen Stromleitungen werden erst in den Herbstferien 2027 verlegt. Die Verwaltung habe zudem bei einer Begehung gesehen, dass in den Technikräumen Möbel und Maschinen erneuert werden müssten. Die Schule habe den förmlichen Antrag dafür zwar noch nicht gestellt, dennoch plane man das im Rathaus schon.

Die nächsten Schritte dafür: Erst erfolgt eine Bedarfsermittlung, dann beauftragt die Stadt ein Fachplanungsbüro (irgendwann im kommenden Jahr). Wie es denn weitergeht, hängt davon ab, für wann welche Investitionen in den kommenden Jahren im Haushalt vorgesehen sind: „Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Realisierung frühestens ab 2028 realistisch.“

Damit der Hauswirtschaftsunterricht trotzdem stattfinden kann, soll bis zur Sanierung der Lehrküche eine Übergangslösung gefunden werden. Die Naturwissenschaften lagern einen Mindestbestand an Material in den angrenzenden Klassensräumen. Und dieses Material könne nicht nach und nach neu beschafft werden. Und eine komplette Neuanschaffung muss EU-weit ausgeschrieben werden. Das heißt, das erfordere entsprechende Vorbereitungszeit, sagt die Stadt. Oder in Kürze: Es wird dauern. Einzelne Maßnahmen für die Technikräume könnten schon ab dem kommenden Jahr erfolgen.

All das sei mit der Schule besprochen, sagt die Stadt und schiebt hinterher: „Anhaltspunkte dafür, dass der schulische Fachunterricht derzeit nicht abgebildet werden kann, liegen der Verwaltung nicht vor.“