Die Wohncontainer an der Heinrich-Claes-Straße werden noch mindestens zwei weitere Jahre, bis Ende 2028, benötigt.
WohncontainerStadt Leverkusen will Standort in Küppersteg länger halten

Der Mietvertrag für diese Wohncontainer soll bis Ende 2028 verlängert werden.
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Eigentlich plant die Stadt, die Wohncontaineranlagen für geflüchtete Menschen und Wohnungslose sukzessive abzubauen. Der Grund ist einfach: Sie sind extrem teuer. Doch in einem Fall hat die Stadtverwaltung dem Bauausschuss jetzt eine Vorlage zur Verlängerung eines Mietvertrages für die Container vorgelegt. Im nicht-öffentlichen Teil ging es um die Wohncontainer an der Heinrich-Claes-Straße 33 und 33a, die insgesamt Platz für etwa 200 Menschen bieten.
Auf Nachfrage teilte die Verwaltung dazu mit, dass der Mietvertrag vor dem Hintergrund aktueller Belegungszahlen verlängert werden müsse. Außerdem könnte der Standort in Küppersteg als Ausweichwohnplatz dienen, wenn die Bauarbeiten zur Sanierung und zum Neubau einer Wohnungslosen- und Geflüchtetenunterkunft an der Sandstraße in Opladen beginnen.
Grundsätzlich bleibe es „Ziel der Stadt, Containerunterkünfte abzumieten“, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt, also aufzugeben. Der Bedarf an Wohnplätzen für Migranten sei auch nicht gestiegen. Die Stadt müsse aber auch Angebote für Wohnungslose vorhalten. Im Frühjahr 2026 hatte die Stadt den Wohncontainer-Standort Olof-Palme-Straße geschlossen und bereits Ende November 2025 mitgeteilt, dass sie auch alle anderen Wohncontainer-Standorte sukzessive aufgeben wolle. Diese Art der Unterbringung von Migranten und Wohnungslosen kostet die Stadt pro Quadratmeter Wohnfläche etwa zehnmal so viel wie eine Unterbringung in festen Häusern.
Der Bauausschuss beschloss die Verlängerung des Mietvertrags mit Mehrheit. Aber auch der Rat muss in seiner nächsten Sitzung am Montag, 12. Oktober, noch über das Thema abstimmen.
