23 Jahre prägte Gerd Wasser die Verkehrsgesellschaft von Stadt Leverkusen und Rheinisch-Bergischem Kreis. Später engagierte er sich an vielen Stellen ehrenamtlich.
Leverkusener BusbetriebFrüherer Wupsi-Vorstand Gerd Wasser ist tot

Gerd Wasser, hier 2002 auf dem Betriebshof der Wupsi, ist gestorben
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Gerd Wasser ist tot. Der vieljährige Vorstand der Kraftverkehr Wupper-Sieg verstarb, wie erst jetzt bekannt wurde, am 9. April. Der Rösrather wurde 80 Jahre alt.
Seine berufliche Laufbahn hatte Wasser mit einer Banklehre in Köln begonnen. Die Hochschulreife erwarb er auf dem zweiten Bildungsweg, studierte danach Betriebswirtschaftslehre. Nach vier Jahren als Assistent am Kölner Wirtschaftsprüfungsinstitut und der Promotion wechselte er zum Bundesverband Deutscher Eisenbahnen (BDE) mit Sitz in Köln und beschäftigte sich insbesondere mit der Finanzierung des Nahverkehrs. Damit war er bereits vorbereitet für seine Tätigkeit bei der Wupsi ab 1983.
Dort wurde Wasser zunächst zweiter Vorstand; nach drei Jahren wurde er alleiniger Vorstand des seinerzeit noch als Aktiengesellschaft geführten Verkehrsbetriebs, der zu gleichen Teilen der Stadt Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis gehört. Zwei Jahrzehnte lang führte Wasser die Wupsi, viele Jahre gemeinsam mit Egon Hufenstuhl.
Ein vielseitig engagierter Mann
Nachdem er die Geschäfte an seinen späteren Co-Vorstand Marc Kretkowski abgegeben hatte, der die Wupsi bis heute leitet, engagierte sich der Rösrather an vielen Stellen ehrenamtlich: Bei der Gründung der Rösrather Tafel im Jahr 2008 stieg Wasser als Sprecher des Leitungsteams ein und blieb diesem Engagement bis zuletzt treu.
Auch als die zunächst unter dem Dach der Evangelischen Gemeinde angesiedelte Tafel 2020 in die Trägerschaft eines eigenständigen Vereins überging und Dorothee Gorn den Vereinsvorsitz übernahm, blieb Wasser aktiv – nun als Sprecher im Beirat der Tafel. „Mich macht das sehr traurig und zudem sprachlos“, sagte Gorn zu der überraschenden Todesnachricht. Wasser habe weiterhin „im Hintergrund viel gemacht“, berichtet sie. „Die Tafel war immer noch sein Ding.“
Daneben brachte sich Wasser in die Verkehrswacht Leverkusen ein, war ehrenamtlicher Richter, engagierte sich im Rösrather Geschichtsverein, der Evangelischen Gemeinde und im Tennisclub Hoffnungsthal. Für seinen vielfältigen Einsatz wurde Gerd Wasser 2017 mit der Ehrennadel des Rheinisch-Bergischen Kreises ausgezeichnet.
