Leverkusen – Nach zwei langen Jahren ging mit dem Konzert des Leverkusener Kinder- und Jugendchors Mitte März eine Ära der musikalischen Stille zu Ende. Im Januar 2020 war der Chor mit einem neuen Programm gestartet, nicht ahnend, dass sich der Alltag bereits drei Monate später drastisch ändern würde. Corona stoppte alles. Aber die Leverkusener ließen sich nicht unterkriegen. Und so mobilisierten die drei Chorleiter Martin te Laak, Mirjam te Laak und Nicole Jers, die Eltern der knapp 85 Chorkinder und natürlich die Kinder selbst alle vorhandenen technischen Kräfte und lernten in kürzester Zeit, das Chorproben auch über Skype, Zoom und Co funktionieren. Mit dieser gemeinsamen Power stemmten sie sich gegen die Stille und Resignation. Das Konzert am Sonntag war der beste Beweis dafür, dass ihnen das grandios gelungen ist.
Vor ausverkauftem Haus begrüßten die jüngsten der Chorfamilie, die Chorspatzen, gemeinsam mit Dirigentin und Moderatorin Nicole Jers und Martin te Laak am Keyboard das gespannte Publikum. Im Anschluss nahmen sie die Anwesenden mit auf eine musikalische Reise nach Schweden.
Viele Disney-Lieder
Mit der den kleinen Kindern eigenen Unbekümmertheit ließen die jungen Künstlerinnen und Künstler bei „Hey, Pippi Langstrumpf“ ihrer Begeisterung am Singen freien Lauf. Selbstverständlich durfte auch der kleine Drache Kokosnuss nicht fehlen. Was wäre ein Konzert von Filmen und Träumen, ohne den gute Laune von Bär Balu. So ging es dann in den Dschungel zu „Ich wäre gern wie Du“ und „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Nach dem Ausflug in die Filmwelt sorgte das Lied „Evening Rise“ für ruhige Töne. Weiter ging es mit Mary Poppins. Die Kinder gaben die Klassiker „Ein Löffelchen voll Zucker“ und „Supercalifragilisticexpialigetisch“ zum Besten und forderten das Publikum auf, dieses Wort doch ebenfalls einmal zu versuchen.
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Weitere Disney-Klassiker wie „Let it go“ aus „Die Eiskönigin“ folgten, woraus in der charmanten Moderation, die zwischendrin wechselte, erst mal „Let it Snow“ wurde.Der Jugendchor rockte schließlich die Bühne mit Evergreens wie „Afrika“ „You’re a song to me“ „This is me“ und My immortal“. Selbst an die Herausforderung des A-Capella-Gesangs wagten sich die Teilnehmenden heran, was nochmal eine besondere Herausforderung darstellt. Als musikalisches Feuerwerk begeisterte das Mamma-Mia-Medley. Dass dem Publikum die Darbietung der Sängerinnen und Sänger und vor allem der Solisten gefallen hatte, bewies der Applaus während und nach dem Konzert.
Sie sei einfach glücklich, dass das Konzert endlich stattfinden konnte, sagte Mirjam te Laack strahlend nach dem Konzert. Es sei streckenweise eine Herausforderung gewesen – auch vor dem Hintergrund, dass dem Chor knapp sechs Monate vor dem Konzert fast alle Tenöre verlorengegangen waren. Es musste kurzfristig einiges umgestellt werden. Auch manchen Eltern war ein Stein vom Herzen gefallen, dass die Kinder endlich singen durften und waren zu Tränen gerührt.



