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ManfortSPD Leverkusen will Nachbarschaftszentrum statt Kita

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Stinkende Kita Scharnhorststraße 13, wegen Geruchs dauerhaft geschlossen. Foto: Ralf Krieger

Die Kita an der Scharnhorststraße 13 wird nicht wieder in Betrieb genommen, die SPD denkt über eine neue Nutzung nach.

In Manfort fehle seit dem Umbau der Johanneskirche ein zentraler sozialer Treffpunkt, bemängelt die SPD.

Nach Wunsch der SPD soll die stillgelegte Kindertagesstätte an der Scharnhorststraße 13 in Manfort zu einem Nachbarschaftszentrum werden. Die SPD-Fraktion fordert die Verwaltung in einem Antrag auf, zu prüfen, wie das Gebäude und das dazugehörige Außengelände zu einem zentralen Ort für soziale, beratende und nachbarschaftliche Angebote entwickelt werden könne. Darüber soll der Stadtrat entscheiden.

„Uns fehlt in Manfort ein Ort, an dem wirklich unterschiedliche Menschen zusammenkommen können“, sagt Jonas Berghaus, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und Ratsherr aus Manfort. Der zentrale Standort im Stadtteil sei dafür optimal. Zur Kinderbetreuung ist er in der neuen Kitaplanung nicht mehr vorgesehen.

Die SPD wünscht sich an der Stelle unter anderem einen größeren Versammlungsraum, Gruppenräume für Vereine und Initiativen, Kursangebote sowie Bürgersprechstunden. Auch ein Jugendzentrum und Streetwork sollen dort Platz finden. Hinzukommen könnten Angebote der Frühen Hilfen, der Manforter Laden, Beratungsangebote für verschiedene Altersgruppen und der Umsonstladen.

Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche

Der Antrag sieht außerdem vor, das Projekt in die weitere Planung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für Manfort aufzunehmen. Dadurch könnten Städtebaufördermittel und weitere Förderprogramme genutzt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern solle geprüft werden. Dazu zähle insbesondere die Diakonie, die bereits den Manforter Laden und das bestehende Nachbarschaftszentrum betreibt. Die Verwaltung soll dazu eine Kostenschätzung und mögliche Förderzugänge vorlegen.

Nach dem Wegfall des Gemeindesaals und des Jugendheims der Evangelischen Johanneskirche fehlt Manfort nach Darstellung der SPD ein dauerhafter Versammlungsraum und ein wohnortnaher Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Die Jugendarbeit werde derzeit unter anderem mit mobilen Angeboten weitergeführt. Der Manforter Laden und das Nachbarschaftszentrum sind nach dem Auszug aus der Johanneskirche in der Gustav-Heinemann-Straße 73 untergebracht. Dort seien die räumlichen Möglichkeiten jedoch begrenzt.  „Gerade für Kinder und Jugendliche wäre ein fester Treffpunkt im eigenen Stadtteil wichtig“, sagt Max Haacke, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Der SPD-Ortsverein Manfort-Wiesdorf unterstützt den Vorstoß der Ratsfraktion ausdrücklich. „Sozialdemokratie heißt, da zu sein, wo die Menschen leben, und vor Ort konkrete Antworten auf die Herausforderungen im Stadtteil zu geben“, sagt Oliwer Bramorski, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Manfort-Wiesdorf. Das geforderte Nachbarschaftszentrum könne genau diese Antwort sein.