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Eiche als Naturdenkmal?TuS Opladen fürchtet um Sanierung des Vereinsheims

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Opladen Plus will die Eiche am Sportplatz unter Schutz stellen lassen.

Opladen Plus will die Eiche am Sportplatz unter Schutz stellen lassen.

OP Plus will den Baum am Sportplatz Birkenberg unter Schutz stellen, der TuS Opladen äußert Bedenken.

Der Sportverein TuS Opladen reagiert auf einen Antrag der Fraktion Opladen Plus, die die Eiche auf dem Sportplatz Birkenberg als Teil des neu zu beschließenden Landschaftsplans unter Schutz stellen will. Der TuS fürchtet, dass es schwieriger werden könnte, das Vereinsheim unmittelbar neben dem Baum wie erhofft zu sanieren, wenn der Baum gemäß Paragraf 28 des Bundesnaturschutzgesetzes als Naturdenkmal eingestuft wird. „Im schlimmsten Fall“, so der TuS Opladen, könne das „die Sanierungsmaßnahme komplett verhindern“.

Opladen Plus will, wie berichtet, den Baum institutionell schützen. „Die wunderschöne Eiche prägt das Landschaftsbild auf dem Birkenberg seit Generationen maßgeblich“, heißt es in der Begründung zum Antrag, über den die Bezirksvertretung zunächst beraten und abstimmen muss. Zudem biete der Baum Lebensraum für zahlreiche geschützte Vogelarten, Insekten und Fledermäuse. OP Plus kommt zu dem Schluss: „Eine offizielle Unterschutzstellung sichert den langfristigen Erhalt dieses wertvollen Naturerbes verlässlich ab.“

Dass die Eiche ein wunderschöner und markanter Baum sei, bestreite man nicht, heißt es in der Pressemitteilung des TuS Opladen. Dennoch sieht der TuS keine Gründe dafür, dass weder der Baum noch Menschen in der Nähe aktuell in Gefahr seien, „trotz deutlicher Schieflage“. Vielmehr sieht der Sportverein die Sanierung seines „TuS-Hauses“, das 1957 eröffnet wurde, gefährdet: „Auch wenn die Eiche eher am Rande der Sportanlage steht, ist nicht absehbar, ob der Standort bei einer umfassenden Sanierung nicht doch mitgeplant und umgestaltet werden wird (und seien es nur Beschädigungen an den sicherlich weitverzweigten Wurzeln)“, schreibt der TuS-Vorstand um seinen Vorsitzenden Matthias Itzwerth, selbst CDU-Mitglied der Bezirksvertretung.

Wenn der Baum ein Naturdenkmal würde, könne das einer Sanierung des Sportplatzes im Wege stehen oder „zumindest umfangreichen Schriftverkehr mit der Umweltbehörde notwendig machen“. Ein weiteres Argument des Sportvereins: „Es ist […] in der Zukunft nicht auszuschließen, dass zum Beispiel durch ein weiteres Kippen des Baumes oder durch starke Äste auch Schäden am Vereinsheim drohen.“ Und Schutzmaßnahmen wären deutlich schwieriger, wenn der Baum ein Naturdenkmal wäre, meint der TuS Opladen. Itzwerth sagt: „Als Vorstand des Vereins ist es unsere Verpflichtung, mögliche Probleme beziehungsweise finanzielle Mehrbelastungen vom Verein fernzuhalten.“