Nach mehreren schweren Badeunfällen setzt Leverkusen ein klares Zeichen: Entlang des Rheinufers weisen neue Schilder nun deutlich auf das bestehende Badeverbot hin.
Regeln für den RheinBis zu 1000 Euro Bußgeld: Leverkusen macht Badeverbot deutlich

Die Schilder warnen vor lebensgefährlichen Strömungen im Rhein.
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Die Stadt Leverkusen verstärkt ihre Sicherheitsmaßnahmen am Rhein: An insgesamt 25 Standorten werden derzeit neue Hinweisschilder installiert. Sie machen auf das seit Dezember 2025 geltende Badeverbot aufmerksam – mehrsprachig und mit klar verständlichen Symbolen.
Beschlossen hatte der Stadtrat die Regelung bereits im Oktober 2025, auch als Reaktion auf zahlreiche Badeunfälle im Vorjahr. Die Umsetzung der Beschilderung erfolgt aktuell durch die Technischen Betriebe, begleitet von Feuerwehr und Kommunalem Ordnungsdienst.
Gefährliche Strömungen werden oft unterschätzt
Der Rhein ist keine gewöhnliche Badestelle, sondern eine stark befahrene Bundeswasserstraße. Hohe Fließgeschwindigkeiten, wechselnde Wasserstände und der Sog vorbeifahrender Schiffe sorgen für gefährliche Strömungen, selbst im flachen Uferbereich. Schon knöcheltiefes Wasser kann riskant werden: Strömungen oder Wellen können Menschen plötzlich mitreißen. Auch geübte Schwimmer sind nicht vor lebensgefährlichen Situationen geschützt. Immer wieder musste die Feuerwehr in den vergangenen Jahren zu Rettungseinsätzen ausrücken.
Als Baden gilt laut Verordnung bereits sich im Wasser aufzuhalten. Knöcheltiefe, etwa beim Schwimmen, Waten oder Spielen. Verstöße gegen das Verbot können mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Ausnahmen bestehen nur für Rettungsdienste, behördliche Einsätze sowie genehmigte Veranstaltungen. Auch das Ein- und Aussteigen aus Booten oder das Angeln bleiben erlaubt.
Notfall: Sofort 112 wählen
Wer eine Person im Rhein entdeckt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen und den Standort möglichst genau angeben. Als Hilfe ist der Rheinkilometer auf den neuen Schildern vermerkt. Wichtig: Nicht selbst ins Wasser gehen. Stattdessen die Person vom Ufer aus beobachten, mitgehen und den Kontakt zur Leitstelle halten, um Rettungskräfte gezielt zu leiten.
Mit den neuen Schildern will die Stadt nicht nur informieren, sondern auch ein deutliches Signal senden. Ein einheitliches Badeverbot entlang des Rheins soll die Gefahren stärker ins Bewusstsein rücken. Im besten Fall werden so Leben gerettet. (vl)