Nach zwei neuen Fällen, in denen Kriminelle in Leverkusen und Köln, Senioren betrogen haben, warnt die Polizei erneut vor dieser Masche.
TrickbetrügerPolizei warnt vor vermehrten Schockanrufen in Leverkusen

Eine Frau hält ein Festnetz-Telefon ans Ohr (gestellte Szene).
Copyright: Bernd Weißbrod/dpa
Ein unbekannter Anrufer hat sich am Donnerstag einer Seniorin in Leverkusen gegenüber als ihr Enkel ausgegeben. Mit der erfundenen Geschichte, dass er schwer an Corona erkrankt sei, beeindruckte er die Frau dermaßen, dass sie ihm Bargeld und Schmuck aushändigte, damit er eine angeblich notwendige Behandlung bezahlen kann. Die Polizei berichtet, dass der Geschädigten hoher Sachschaden entstanden sei.
Diesen und einen weiteren Fall aus dem Kölner Westen, der sich ebenfalls am Donnerstag ereignete, nimmt die Kölner Polizei zum Anlass, erneut vor dieser häufigen Betrugsmasche zu warnen. Die Beamten weisen darauf hin, dass den potenziellen Opfern am Telefon immer eine äußerst dramatische Geschichte über angebliche Unfälle oder Notlagen naher Angehöriger aufgetischt werde. Ziel sei, die meist älteren Opfer zu ängstigen und sie unter Zeitdruck zu setzen, damit sie den Tätern Geld oder Wertsachen aushändigen.
Die Polizei veranstaltet deshalb am Mittwoch, 4. März, von 11 bis 12.30 Uhr ein digitales Wohnzimmergespräch. Dabei beleuchten Expertinnen gemeinsam mit Betroffenen die Hintergründe dieser Betrugsform und geben Tipps, wie man sich im Falle eines Schockanrufs verhält. Martina Böhmer, Fachberaterin für geriatrische Psychotraumatologie des Vereins paula, Anja Kleck, Opferschutzbeauftragte der Polizei Köln, Sigrid Jung, von der Seniorenprävention der Polizei Köln und Marie Duske, Kriminalprävention der Polizei Rheinisch-Bergischer-Kreis, ordnen das Thema ein und geben Ratschläge zur Vorbeugung. Eva Ostmann, selbst Opfer eines Schockanrufs, erzählt ihre Geschichte.
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Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an alle, die beruflich oder privat mit älteren Menschen zu tun haben, also Mitarbeitende von Seniorennetzwerken, Sozialverbänden und kommunale Einrichtungen sowie Angehörige von Seniorinnen und Senioren. Die Anmeldung funktioniert über einen Internet-Link. (ps)
https://beteiligung.nrw.de/portal/pp_koeln/beteiligung/themen/1021730


