Das Familienunternehmen baut auf dem eigenen Werksgelände und will den Neubau als ein klares Bekenntnis zum Standort verstanden wissen.
Neue FertigungshalleWiehler Achsenbauer BPW investiert 25 Millionen Euro in den Hauptsitz

An einem symbolischen ersten Spatenstich auf dem Gelände der BPW Bergische Achsen KG nahmen auch Firmenchef Achim Kotz (Dritter von links) und Ulrich Stücker (rechts), Bürgermeister der Stadt Wiehl, teil.
Copyright: BPW Bergische Achsen
Die BPW Bergische Achsen KG errichtet auf ihrem Wiehler Betriebsgelände eine neue Fertigungshalle. Das Baugrundstück liegt im mittleren Bereich des Werks, an der südlichen Grenze nahe der Umgehungsstraße. Dort stand bis vor einigen Jahren ein Rohteillager. Das Unternehmen gibt nach eigenen Angaben 25 Millionen Euro aus und möchte die Investition als „klares Bekenntnis zum Standort“ verstanden wissen.
Unter diesem Titel steht die Pressemitteilung, mit der das Unternehmen am Dienstag das Bauvorhaben bekannt machte und von einem symbolischen ersten Spatenstich berichtete. Daran wirkte neben Firmenvertretern und Bauleuten auch der Wiehler Bürgermeister Ulrich Stücker mit.
Die neue Fertigungshalle in Wiehl erhält eine Nutzfläche von rund 7000 Quadratmetern
Die Fertigungshalle soll Ende 2027 in Betrieb genommen werden. Auf einer Nutzfläche von rund 7000 Quadratmetern „werden bestehende Produktions- und Logistikstrukturen effizient gebündelt und zukunftsfähig ausgerichtet“, teilt BPW mit. Die Rede ist von einem „Meilenstein in der Optimierung der Produktionsprozesse“. Die Halle werde auf die Montage von Trailer-Scheibenbremsen ausgelegt.
Zu den modernen Produktionsflächen gehöre auch eine effiziente Energieversorgung. So werden rund 30 Prozent der Dachflächen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, die einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung am Standort leisten sollen.
In Wiehl und in Reichshof sollen in den kommenden Jahren rund 100 Jobs wegfallen
Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 6580 Mitarbeitende in 28 Ländern. Für 2024 gibt BPW einen konsolidierten Umsatz von 1,562 Milliarden Euro an. In Wiehl sind rund 1360 Mitarbeitende tätig, darunter rund 100 Auszubildende. Das Familienunternehmen produziert dort seit 1898 Fahrwerksysteme für Lastwagen-Anhänger und Lastwagen-Auflieger. Dazu gehören Achssysteme, Bremsentechnologie, Federung und Lagerung.
Erst im vergangenen September hat die Geschäftsführung auf einer Betriebsversammlung angekündigt, dass in den kommenden zwei Jahren rund 100 Stellen abgebaut werden, in Wiehl sowie an den Reichshofer Standorten in Brüchermühle und Hunsheim. Grund sei die „andauernde wirtschaftliche Unsicherheit in der Transportbranche“.
In der Mitteilung von Dienstag (14. April 2026) nennt Achim Kotz, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter der BPW, die neue Investition einen nachhaltigen Beitrag zur industriellen Wertschöpfung am Firmenstammsitz und ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland. „Mit der größten Modernisierungsmaßnahme der jüngeren Unternehmensgeschichte stärken wir unseren Stammsitz in Wiehl nachhaltig und schaffen Perspektiven für die Zukunft.“
Auch der Wiehler Bürgermeister Ulrich Stücker kommt in der Presseerklärung zu Wort und unterstreicht die Bedeutung des Bauprojekts für die Stadt: „Ich freue mich sehr darüber, dass durch dieses zukunftsweisende Bauvorhaben der Produktionsstandort in Wiehl nachhaltig gesichert wird. Damit wird nicht nur die lokale Wirtschaft gestärkt, sondern eine langfristige Perspektive für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger geschaffen.“
