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SonderbahnenBayer-Fans erwägen Klage gegen KVB nach Derby beim 1. FC Köln

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  1. In den völlig überfüllten Bahnen seien die Fenster abgeschlossen gewesen. Klimaanlage oder Lüftung habe es überhaupt nicht gegeben.
  2. Mehrere Personen litten unter Kreislaufproblemen. Eine junge Frau sei sogar kollabiert.
  3. Auf das mehrfache Notsignal habe der KVB-Fahrer nicht reagiert.

Leverkusen – Mit heftigen Vorwürfen von Fans des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 sehen sich die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) konfrontiert.

Einige Anhänger ziehen dem Vernehmen nach  eine Strafanzeige gegen das Unternehmen in Erwägung. Auslöser für diese Überlegung seien  Szenen, die sich auf der Fahrt in einer der eingesetzten Sonderbahnen zum Derby am Sonntag im Stadion in Köln-Müngersdorf  abgespielt haben sollen.

Die Bahn sei überfüllt und die Fenster abgeschlossen  gewesen. Es habe weder Lüftung noch Klimaanlage gegeben, und das bei mehr als 30 Grad, lauten die Vorwürfe.

„Dadurch bedingt sollen einige Personen über Kreislaufprobleme geklagt haben. Eine junge Frau ist nach Aussage von Augenzeugen im Sitzen ohnmächtig geworden“, sagt Meinolf Sprink, bei Bayer 04 für Fans und Soziales verantwortlich. Zum Glück sei ein Rettungssanitäter in der Bahn gewesen.  Der habe ihm am Mittwoch in einem Telefonat auch erzählt, mehrmals den Notrufknopf betätigt zu haben, doch der Straßenbahnfahrer hätte darauf nicht reagiert. Als der Fan dann die Notbremse betätigt habe, hätte sich die Tür öffnen lassen.

Bayer 04 will Gespräche suchen

Nachdem die Bahn  gestoppt habe, sei der Sanitäter ausgestiegen, um die junge Frau an die frische Luft zu bringen und dann zu stabilisieren. Die Polizei habe die Beteiligten anschließend in einem Dienstwagen zum Stadion gefahren.  „Weiter wurde mir berichtet, dass die Dame jetzt krankgeschrieben sei“, sagt Sprink. Natürlich werde Bayer 04 die KVB in den Gesprächen vor dem nächsten Derby darauf hinweisen, die Witterungsverhältnisse zu beachten.

KVB-Sprecher Matthias Pesch erklärt auf Anfrage: „Solche Fälle nehmen wir sehr ernst. Die Aufarbeitung hat gezeigt, dass sich unser Fahrer korrekt verhalten hat. Er ist nach dem Notruf bis zur nächsten Haltestelle gefahren, hat dort gehalten und  sowohl Polizei als auch Notarzt verständigt. Vor dessen Eintreffen war die Frau allerdings schon weg, ohne jedoch ihre Personalien zu hinterlassen.“ (gmü)