Obwohl Opladen Plus mit der Idee eines Naturdenkmals zurückrudert, entfacht sich eine hitzige Diskussion um den Baum.
Sportplatz BirkenbergHitziger Streit um eine Opladener Eiche

Eine Stieleiche auf dem Birkenberg erhitzt die Gemüter in der Bezirksvertretung II.
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Baumnummer 01324 hat für hitzige Diskussionen in der Bezirksvertretung II gesorgt. Es handelt sich dabei um die mächtige Eiche am Rand des Sportplatzes Birkenberg. „Das ist ein wunderschöner Baum, der geschützt werden muss“, begründet Daniel Frensch den Antrag von Opladen Plus, den Baum als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen. Weil das schon vor der Sitzung für einen Aufschrei gesorgt hatte, schiebt er schnell hinterher: „Wir wollen aber den Ausbau des Sportplatzes in keiner Weise irgendwie gefährden oder blockieren.“ Deswegen werde er den Antrag vertagen, bis genauere Pläne zum Ausbau des Birkenbergs vorliegen. „Ich habe in der Diskussion gelernt: Selbst wenn nur ein kleines Würzelchen auf die Laufbahn gehen würde, könnte man dann die Laufbahn nicht mehr sanieren.“ Das wolle Opladen Plus natürlich nicht.
Niemand, der da Sport macht, ist dafür, dass der Baum erhalten bleibt
Trotz der Einordnung ist Matthias Itzwerth äußerst erregt über den Antrag: „Niemand, der da Sport macht, ist dafür, dass der Baum erhalten bleibt“, sagt der Opladener CDU-Vorsitzende. „Der Antrag wird gestellt von einer Gruppe, die dort keinen Sport macht.“ Der Ascheplatz sei „eine Vollkatastrophe“, die regelmäßig zu Spielabsagen führe, die Sanierung dringend. „Wir setzen uns nicht für ein Hindernis ein und stimmen auch keiner Vertagung zu, wir lehnen das ab.“
Simon Hans Kappes (Linke) schlägt sich auf die Seite des Baums, nicht ohne unerwähnt zu lassen, dass aus Matthias Itzwerth nicht nur der Lokalpolitiker, sondern auch der Vorsitzende des TuS 82 Opladen spricht: „Umwelt und Naturschutz gehen nicht schmerzfrei an uns vorbei, das müssen wir irgendwann mal lernen.“
Der Vorsitzende Martin Krampf (SPD) versucht mit einer Botschaft, die Wogen zu glätten: „Ich habe Nelly Schreiner heute noch getroffen, sie hat zugesagt, dass bei der Planung alles getan wird, um den Baum zu erhalten.“ Die Chefin des Sportparks Leverkusen habe zugesagt, sie werde nichts tun, um den Baum zu gefährden. So einigen sich die Politiker schließlich mehrheitlich: Die Idee, aus dem Baum ein Naturdenkmal zu machen, wird zurückgestellt. Der Wunsch, die Eiche nach Möglichkeit zu erhalten, ist aber ebenso Konsens.
