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„Manchmal sind wir selbst baff“So geht es dem ältesten Sushi-Restaurant Leverkusens

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Das Sushi-Restaurant Suki in Leverkusen-Opladen wird seit drei Jahren von Azfar Awan und seiner Frau Anahi Maria Santos betrieben.

Das Sushi-Restaurant Suki in Leverkusen-Opladen wird seit drei Jahren von Azfar Awan und seiner Frau Anahi Santos betrieben.

„Wir sind selbstbewusster geworden“, resümiert Anahi Santos nach drei Jahren Suki. Mittlerweile würden 90 Prozent der Gäste vor Ort essen.

Einen Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen Azfar Awan und seine Frau Anahi Santos mit Winken. Mütter schieben Kinderwagen, Kinder tragen Schulrucksäcke, Lieferanten tragen große Pakete – und sie alle winken durch das große Fenster des Sushi-Restaurants in der Birkenbergstraße 35 in Leverkusen-Opladen. Awan und Santos winken stets zurück. „Der Ort ist ein tolles Geschenk“, sagt Awan mit einem Lächeln im Gesicht, „wir lieben Opladen“.

Opladen scheint die beiden auch zu lieben, zumindest wenn man sich das Feedback bei Google ansieht: 4,8 von 5 möglichen Sternen bei 367 Kundenrezensionen werden dem Suki verliehen. „Wenn ich mich gut fühlen möchte, scrolle ich durch die Rezensionen“, so Awan. „Manchmal sind wir selbst baff, wenn wir Feedback von unseren Gästen erhalten“, darauf Santos. Ihre Kundinnen und Kunden kommen neben Leverkusen auch aus Köln, Bonn und sogar aus Düsseldorf, wo es nun wirklich ausreichend Konkurrenz für japanische Kukinarik gibt. 

Azfar Awan und seine Frau Anahi Maria Santos vor dem Suki in Opladen

Azfar Awan und seine Frau Anahi Maria Santos vor dem Suki in Opladen

Als wir 2023 gestartet sind, kamen 30 Prozent der Gäste, um vor Ort zu essen, alle anderen holten ab. Mittlerweile würden 90 Prozent der Gäste vor Ort essen, was Awan und Santos „sehr glücklich“ mache. Als Gründe hierfür sehen die beiden neben der hohen Produktqualität und authentisch-japanischen Zubereitungsform vor allem den persönlichen Umgang mit den Gästen.

Es ist so schön, weil es so persönlich ist
Anahi Maria Santos, Betreiberin des Suki

Viele ihrer Kundinnen und Kunden kennen die beiden beim Vornamen, sie arbeiten auch als Vermittler zwischen den Gästen an den nah beieinanderstehenden Tischen. „Es ist so schön, weil es so persönlich ist“, so Santos, „die Gäste kommen auch miteinander ins Gespräch und wissen unsere ehrliche Art zu schätzen“. Manch einer wird zur Begrüßung umarmt, erwartet das sogar nach dem Eintreten in das kleine Restaurant.

Leverkusen-Opladen: Suki bietet 24 verschiedene Nigiri-Arten

Am 1. April 2023 übernahmen Awan und Santos das Suki als Stammgäste des Lokals, feierten nun als Inhaber dreijähriges Bestehen. „Wir haben das Gefühl, schon viel länger hier zu sein“, so Santos. Laut den beiden sei das Suki das älteste und daher erste Sushi-Restaurant Leverkusens, schließlich gebe es das Suki schon seit 2004.

An dieser Theke rollt Awan an fünf Tagen in der Woche Sushi für seine Gäste.

An dieser Theke rollt Awan an fünf Tagen in der Woche Sushi für seine Gäste.

Erste Gehversuche machte die frühere Betreiberin Christina Hellberg am Opladener Marktplatz – in den Räumlichkeiten, in denen sich heute das indische Restaurant Royal Punjab befindet. Für die Gründerin Christina Hellberg und ihren Mann stellten sich die Räume damals aber als zu groß heraus. So zogen sie in die Birkenbergstraße um, wo das Restaurant bis heute 20 Sitzplätze sowie einen kleinen Außenbereich bietet.

Wir sind selbstbewusster geworden
Anahi Maria Santos, Betreiberin des Suki

Awan, gelernter Koch und seit bald 30 Jahren als solcher tätig, rollt hinter der Theke vor den Augen seiner Gäste Sushi nach den Rezepten eines japanischen Sushi-Meisters. Santos ist für den Service und für die vielen Ideen zuständig, an denen der Blick automatisch hängenbleibt, wenn man sich im Lokal umsieht.

Pflanzen und allerlei kleine Deko werden in das Restaurant integriert.

Pflanzen und allerlei kleine Deko werden in das Restaurant integriert.

Der Markt habe sich aber „auch sehr verändert“, seit sie angefangen haben, sich mit Sushi zu befassen, so Santos. Supermärkte und Discounter verkaufen Sushi abgepackt, veganes Essen und alkoholfreie Getränke seien auf dem Vormarsch. „Wir haben unsere Nische gefunden“, so Santos. Sie würden auch eine große Zahl an veganen Speisen in ihre japanische Küche einfließen lassen.

Deko-Kleinigkeiten wie diesen Hundetrinknapf findet man im Suki an vielen Stellen.

Deko-Kleinigkeiten wie diesen Hundetrinknapf findet man im Suki an vielen Stellen.

Natürlich kommen aber auch Fans der Fischhäppchen nicht zu kurz, allein 24 verschiedene Nigiri-Arten soll das Suki jeden Tag auf die Teller bringen können. Viele der Gäste würden das Suki als „Geheimtipp oder Juwel“ bezeichnen, schwärmt Santos.

Leverkusen-Opladen: Restaurant Suki bietet Champagner zum Sushi an

Dass Weißwein gut zu Fisch passt, ist wohl kein Geheimnis. Im Suki gibt es aber seit einer Weile auch Champagner, der „sehr gut angenommen wird“, wie Santos verspricht. Awan war zunächst skeptisch: „Ich glaube nicht, dass das was für Opladen ist“, habe er zu seiner Frau zunächst gesagt.

Verschiedene Champagner können im Suki bestellt werden.

Verschiedene Champagner können im Suki bestellt werden.

Doch Santos setzte sich durch, die beiden reisten in einen kleinen Ort in der Champagne, kosteten sich durch und holen die Flaschen nun selber regelmäßig ab. Einerseits, weil die Versandkosten aus Frankreich hoch seien, andererseits, weil sie dort „immer wieder neue, frische Ideen bekommen“ würden. 

Champagner lässt sich naturgemäß nicht in der Region rund um Leverkusen kaufen. Ansonsten kämen aber 80 Prozent der im Suki angebotenen Speisen und Getränke von regionalen Händlern und Händlerinnen. Im Suki wird für den Abend nichts vorgefertigt, jede Sushi-Rolle wird live vor den Augen der Gäste gerollt.

Egal ob Sushi oder Espresso: Jedes kleine Detail zählt für die Betreiber des Suki.

Egal ob Sushi oder Espresso: Jedes kleine Detail zählt für die Betreiber des Suki.

Awan würde am liebsten jede Speise selbst machen in seiner Küche. Beispielsweise für die japanische Nudelsuppe Ramen fehle es aber an einer vorgeschriebenen Lüftungsanlage. Dies wäre für das Ehepaar eine „Investition, die sich erst nach fünf Jahren rechnen“ würde.

Bei aller Euphorie und Freude über ihre Arbeit im Suki bemerkten Awan und Santos aber auch, dass ein Ruhetag bei den Anstrengungen eines Restaurantbetriebs nicht ausreiche. Daher haben sie mittlerweile von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Doch lohnen sich alle Mühen, so scheint es: „Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme – wenn auch manchmal auf allen Vieren –, empfinde ich nur Freude“, so Awan. 


Suki Sushi Bar

Birkenbergstraße 35, 51379 Leverkusen

Montag & Dienstag Ruhetag, Mittwoch & Donnerstag 17 bis 21 Uhr, Freitag bis Sonntag 17 bis 21.30 Uhr

www.suki-restaurant.de oder Telefon 0178-6110838.

Das Suki kann für kleine Veranstaltungen wie Geburtstage, Weihnachtsfeiern oder Firmen-Events gebucht werden.