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Lokführermangel führt zu ZugausfällenBahn dünnt Fahrplan im Rheinland bis in den Dezember aus

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Pendler stehen im Hauptbahnhof Köln vor einer S-Bahn.

Die Bahn hat den Fahrplan bei der S-Bahnlinie 11 wegen Personalmangels ausgedünnt. 

Betroffen ist auch die S 11 zwischen Bergisch Gladbach und Düsseldorf Flughafen.

Die DB Regio NRW hat wegen der angespannten Personallage ihren Fahrplan im Großraum Köln auf einigen Linien ausgedünnt. So fährt die S-Bahnlinie 11 (Bergisch Gladbach – Köln – Neuss – Düsseldorf Flughafen) derzeit nur im 20/40-Minuten-Takt.

Auch auf der Regionalbahn 20 fallen zwischen Langerwehe/Düren und Eschweiler-Talbahnhof die Züge aus und werden durch Busse ersetzt. Ebenfalls betroffen ist die S-Bahnlinie 68 zwischen Düsseldorf und Wuppertal-Vohwinkel.

Hoher Krankenstand und Bauarbeiten als Gründe genannt

Alle Einschränkungen gelten zunächst bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember. Ob man danach zum gewohnten Fahrplantakt zurückkehren könne, sei noch nicht abzusehen, teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit.

Die derzeitig angespannte Personalsituation hat verschiedene Ursachen, so der Bahnsprecher. „Zum einen verzeichnen wir einen erhöhten Krankenstand. Dazu kommt ein umfangreiches Bauprogramm an der Infrastruktur, das zusätzliche Kapazitäten bei Lokführern und Fahrzeugen bindet.“

Überdies habe DB Regio NRW für die Übernahme der Notverkehre nach der Insolvenz der Privatbahn Abellio im Februar 2022 und der kurzfristigen Übernahme der neuen Linie RE 34, die die verkehrliche Situation in Richtung Lüdenscheid entspannt, zusätzliche Kräfte in einem ohnehin angespannten Arbeitsmarkt benötigt.

„Unter den 550 Mitarbeitenden, die DB Regio NRW nach der Insolvenz von Abellio übernommen hat, war lediglich ein Auszubildender, den wir übernehmen konnten“, so der Bahnsprecher. Hinzu kämen wie in anderen Branchen und Unternehmen auch die Herausforderungen des demografischen Wandels, neue und zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen.

DB Regio NRW beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 1700 Lokführer und hat im ersten Halbjahr insgesamt 175 zusätzliche Kräfte nach ihrer Ausbildung eingestellt. Im September wurden 225 neue Auszubildende eingestellt. Rund 100 Quereinsteiger aus anderen Berufen werden derzeit in neunmonatigen Schnellkursen auf ihren neuen Job bei der Bahn vorbereitet.