Der erste Förderbescheid für das Höhlenerlebniszentrum ist eingetroffen. Jetzt hofft die Verwaltung, dass auch die zweite Fördersumme bald kommt.
GroßprojektErster Förderbescheid für Engelskirchener Höhlenerlebniszentrum ist eingegangen

Entwürfe zum geplanten Höhlenerlebniszentrum Engelskirchen-Ründeroth des Planungsbüros Kunzberg. Die Visualisierungen zeigen Entwürfe zur Gestaltungs- und zum Farbkonzept des geplanten Ausstellungsorts.
Copyright: Kunzberg GmbH
Lange hat die Gemeinde Engelskirchen auf die Nachricht gewartet, am Donnerstag kam dann der Bescheid. Bürgermeister Lukas Miebach informierte umgehende die Fraktionen darüber, dass der Bewilligungsbescheid für das Höhlenerlebniszentrum (HEZ) eingegangen sei. Zumindest der Förderbescheid des NRW-Wirtschaftsministeriums. Die Fördersumme beträgt 6,3 Millionen Euro. Auf die zweite Zuwendung, die vom Heimatministerium kommen soll, warte man noch, so der Bürgermeister. Er gehe nach den jüngsten Gesprächen davon aus, dass der Förderbescheid über rund zwei Millionen Euro noch Ende des Monats kommt. Bevor man aber weiter plane, wolle man zumindest eine schriftliche Aussage des Ministeriums dazu haben.
Eigentlich waren die Förderbescheide bis zum Sommer im vorigen Jahr erwartet worden, doch habe es Verzögerungen gegeben, daher sei er sehr froh, dass jetzt der erste Förderbescheid vorliege. Nun werde die Verwaltung in Abstimmung mit der Politik den weiteren zeitlichen Ablauf planen. Er schlage vor, in der Gemeinderatssitzung am 10. Februar das gesamte Projekt Höhlenerlebniszentrum noch einmal ausführlich vorzustellen. Dann soll es auch Gelegenheit geben, mit den Planern und der Verwaltung noch offene Fragen zu erläutern. Er wolle hier volle Transparenz und alle Bürger mitnehmen, betont Miebach.
Grüne äußern sich besorgt zu den Kosten
Die Grünen hatten vor einiger Zeit in einem Szenario vorgerechnet, dass das Höhlenerlebniszentrum die Gemeinde jedes Jahr knapp 500.000 Euro kosten könnte, wenn man die geplante Gastronomie mit einrechne. Ausgegangen sei man beim Ratsentscheid 2022 von rund 151.000 Euro Belastung und rund sieben Millionen Euro Baukosten.
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Das stelle sich nun ganz anders dar, so Karl Lüdenbach von den Grünen. Die Zahlen seien allen belegbar, sagt er.
Verwaltung wird alle Zahlen vorlegen
Das stellt der Bürgermeister auch gar nicht in Abrede, verweist aber darauf, dass es sich dabei um Spekulationen handele. Und gerade jetzt sei ein denkbar schlechter Zeitpunkt für solche Spekulationen. Die Verwaltung bereite nun die Zahlen für die unterschiedlichsten Szenarien bis hin zum schlechtesten Fall vor, sodass für jeden erkennbar sei, wie hoch das Risiko maximal ist und wie es aussieht, wenn viele Besucherinnen und Besucher kommen.
Miebach schlägt vor, statt der für den 3. März geplanten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine Ratssitzung abzuhalten, auf der die endgültige Entscheidung für das Höhlenerlebniszentrum fallen soll. Die Planungen seien abgeschlossen. Wenn der Rat das Startsignal gebe, könne mit der Ausschreibung begonnen werden. Laufe alles nach Plan, könne voraussichtlich 2027 der Baubeginn und 2029 die Inbetriebnahme des Höhlenerlebniszentrums in Ründeroth erfolgen.
Die SPD-Fraktion schreibt, dass sich die intensive Arbeit der vergangenen Jahre gelohnt habe. Das Höhlenerlebniszentrums sei eine Jahrhundertchance für die Umweltbildung und den naturnahen Tourismus – nicht nur für Oberberg, sondern für das ganze Land.

