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137 PflegeplätzeNeuer Wohnraum für Senioren in Gummersbach

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Die Grundsteinlegun.

Der Bau wächst schon in die Höhe, jetzt haben (v.l.) Andreas Jantsch, Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und Frank Markus auch eine Zeitkapsel versenkt.

In Gummersbach-Derschlag entsteht ein Pflegeheim für 31,4 Millionen Euro. Am Freitag wurde der Grundstein gelegt.

Der Neubau des Pflegeheims an der Hermann-Renner-Straße in Gummersbach-Derschlag nimmt Form an. Grundpfeiler und erste Wände des mehrgeschossigen Gebäudes sind auf dem Gelände des ehemaligen Haus Manshagen schon zu erkennen. Die Grundsteinlegung haben am Freitag Vertreter der Projekt- und Baufirmen, Politik und Stadtverwaltung gefeiert. Sie versenkten eine Zeitkapsel mit Tageszeitung, Geldmünzen und den Bauplänen in einer Bodenplatte.

Verzögerungen durch Pandemie und Krieg

Oliver Gentzsch, Geschäftsführer des Bauunternehmens HIG, berichtete zum Baufortschritt: „Wir hatten nach ein paar Topographie-Problemen auch etwa einen Hang oberhalb des Geländes mit Stütznetzen befestigen müssen.“ Der 31,4 Millionen Euro teure Gebäudekomplex soll laut der Vertreter der Bremer Specht-Gruppe, die sich auf den Bau und Betrieb von Sozial- und Pflegeimmobilien spezialisiert hat, sowie des Unternehmens HIG bis Oktober 2027 fertiggestellt sein. Frank Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe, sagte: „Was mit einem Bauantrag im Jahr 2018 begann, nimmt nun – nach Verzögerungen etwa wegen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs – weitere Gestalt an.“ Er sprach von einem „ortsbildprägenden Gebäude“.

Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit zeigte sich über den Neubau erfreut: „Wer sich als Investor und Bauplaner für Gummersbach entscheidet, liegt immer richtig – die Menschen und Bewohner des künftigen Hauses werden sich hier wohlfühlen.“ Auf dem rund 6200 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Komplex mit 137 stationären Pflegeplätzen sowie eine Tagespflegeeinrichtung mit 16 Plätzen und 24 barrierefreien Seniorenwohnungen.

Investor des Projekts ist des belgische Unternehmen Aedifica. Der Neubau ersetzt das ehemals dort ansässige Haus Manshagen, das komplett zurückgebaut worden war. Ende 2024 begannen die Abrissarbeiten und die notwendigen Erd- sowie Fundamentarbeiten. Die Architektur des neuen Gebäude-Ensembles verfolgt einen ganzheitlichen Versorgungsansatz: Einzel- und Komfortzimmer bieten den Bewohnern künftige Platz auf einer Größe von 23 bis 30 Quadratmetern. Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume, ein Café und Pflegebäder sowie eine hauseigene Vollküche im Untergeschoss gehören dazu. „Unser Ziel ist es, Menschen, die nicht mehr vollständig eigenständig leben können, ein komfortables und sicheres Zuhause zu bieten“, sagt Markus.