Am 15. März 1926 wurde die Gasgesellschaft Aggertal als Vorgängergesellschaft gegründet. Die Geschäftsführung blick auf die Meilensteine der vergangenen 100 Jahre.
JubiläumDie Aggerenergie wurde vor 100 Jahren gegründet – Ein Rückblick und ein Ausblick

Bereits im Jahr 1908 wurde in Dieringhausen das Kreiselektrizitätswerk gebaut.
Copyright: Aggerenergie
Gummersbach Die Aggerenergie ist der lokale Energieversorger im Oberbergischen und der Stadt Overath, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Am 15. März 1926 wurde die Gasgesellschaft Aggertal als Vorgängergesellschaft gegründet, doch schon deutlich vorher, im Jahr 1908, wurde in Dieringhausen das Kreiselektrizitätswerk zur Unterstützung der Industrie fertiggestellt. Die Geschäftsführung blickte am Donnerstag auf die Meilensteine der letzten 100 Jahre. Sie verriet, welche Aufgaben das Unternehmen erwartet und wie in diesem Jahr gefeiert wird.
Was sind die Leuchttürme der letzten 100 Jahre?
Aus unternehmerischer Sicht ist das gewiss die Gründung der Aggerstrom im Jahr 1995 und schließlich die Fusion von Gasgesellschaft Aggertal und Aggerstrom zur Aggerenergie im Jahr 2006 zu dem Unternehmen, wie wir es heute kennen. Bei der 75-Jahr-Feier hatte es geheißen, die Gründung der Gasgesellschaft Aggertal sei die Antwort der Städte und Gemeinden in der Region auf die Ferngaspläne der Großindustrie an Rhein und Ruhr gewesen. Wie wichtig die zweigleisige Aufstellung war und heute ist, also Strom und Gas anzubieten, machte Geschäftsführer Frank Röttger deutlich, denn für das Jahr 2045 sei in Deutschland das Ende der flächendeckenden Gasversorgung vorgesehen.

In den 1980er Jahren wurde die Zentrale der Gasgesellschaft Aggertal in der Gummersbacher Moltkestraße gesprengt.
Copyright: Andreas Arnold
Wie wuchs das Unternehmen nach der Gründung?
Schon in den Anfangsjahren erkannte man die Bedeutung der Wasserkraft, denn bereits 1932 wurde an der Aggertalsperre ein Wasserkraftwerk gebaut. Im Jahr 1935 übernahm die Gasgesellschaft das Kreiselektrizitätswerk. Für das wachsende Unternehmen wurde ein Neubau erforderlich, der 1951 an der Moltkestraße in Gummersbach bezogen wurde. Doch die Verweildauer dort war nicht lange. 1988 wurde der nächste Neubau auf der Berstig bezogen, der Altbau in der Innenstadt gesprengt.

Geschäftsführung und Kommunikationsteam der Aggerenergie präsentierten am Donnerstag einen Überblick über 100 Jahre Aggerenergie und wagten einen Ausblick.
Copyright: Andreas Arnold
Was sind für Röttger die Themen der Zukunft?
Eine ganze Menge. Die Kommunen im Kreis hat die Aggerenergie bereits bei der verpflichtenden kommunalen Wärmeplanung unterstützt. In den kommenden Jahren steht das Vorantreiben der Energiewende auf der Agenda. Und die findet laut Röttger auch auf den Dächern statt. Und zwar mit PV-Anlagen, gekoppelt mit Wärmepumpen und Wallboxsystemen. Und im Großen sind das dann die Freiflächen-PV-Anlagen. Wer will, kann für all das die Aggerenergie als Partner ins Boot holen. Schon jetzt hat der Energieversorger in der Region 100 öffentliche E-Ladepunkte. Und es gibt noch ein großes Ziel: Ab 2030 soll eine eigene Netzgesellschaft startklar sein.
Und wie wird das Jubiläum gefeiert?
Geschäftsführer Jörg Bukowski stellte eine Menge von Aktionen vor, die es in der Zeit bis zum 22. Juni noch gibt. So sucht die Aggerenergie die älteste Heizung, wer die Nase vorne hat, bekommt einen Zuschuss für eine Wärmepumpe. Im Netz gibt es einen Jubiläumsaktionskalender. Hier kann man VfL-Tickets oder Boni für Energiedienstleistungen gewinnen. Am 9. Mai lädt die Aggerenergie zu zwei Vorstellungen des Familienmusicals „Schwalbe Sterni rettet die Welt“. Der Eintritt in der Halle 32 ist kostenlos. Tickets gib es bei Aggerticket. Von „Kohle zu KI“ heißt ein Vortrag des Publizisten, Autors, Blogger und Digitalexperten Sascha Lobo am 6. Mai. Das Event im Kino Seven ist zugleich der offizielle Teil der 100-Jahr-Feier.

