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Handall-BundesligaVfL Gummersbach tritt bei einem Gegner an, der punkten muss

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Miro Schluroff versucht die Leipziger Abwehr zu überwinden.

Miro Schluroff, Rückraumshooter des VfL Gummersbach, fährt angeschlagen zum Tabellenletzten Leipzig.

Im Nachholspiel der Handball-Bundesliga tritt der VfL Gummersbach beim Tabellenletzten SC DHfK Leipzig an. 

Während Handball-Deutschland sich auf das DHB-Pokal-Final Four am Wochenende in der Kölner Lanxess-Arena vorbereitet, tritt der VfL Gummersbach am heutigen Donnerstag, 19 Uhr, im Nachholspiel der Handball-Bundesliga beim SC DHfK Leipzig an. „Es geht um jeden Punkt, da ist es letztlich egal, was auf der Gegenseite los ist“, sagt Leipzigs Trainer Frank Carstens, der mit seiner Mannschaft am Tabellenende steht. Damit spricht er die zehn Siege des VfL Gummersbach in Folge an, die sein Team in eigener Halle zum Außenseiter machen.

So einfach ist die Rechnung für VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson natürlich nicht. Der Gegner stehe unter Druck und sei deshalb gefährlich.  „Wir werden einen absoluten Sahnetag brauchen, um dort zu gewinnen“, führt Sigurdsson aus. Für die Leipziger werde die Luft im Kampf gegen den Abstieg immer dünner, sie würden jeden aufs Feld schicken, den sie fit bekämen.

VfL Gummersbach setzt auf die Breite des Kaders

Den Kader der Leipziger beschreibt er als hervorragend und nennt den nachverpflichteten Slowenen Dean Bombac als besonderen Faktor, mit dem sich das Spiel der Leipziger verändert habe. Zudem verfügten die Gastgeber mit Domenico Ebner und Tomas Mrkva über starke Torhüter – und Sigurdsson zählt weitere Handballer auf, wie Nationalspieler Franz Semper, der mit 122 Toren der beste Werfer der Leipziger ist.

Dem steht mit dem VfL Gummersbach eine Mannschaft entgegen, die beim 32:24-Sieg gegen die HSG Wetzlar den Ausfall von VfL-Kapitän Julian Köster gut verkraften konnte. Ludvig Hallbäck hat seinen Platz in der Mannschaft eingenommen und das Spiel gesteuert. Dazu kamen Kay Smits und Miro Schluroff, die alle zusammen für weit über die Hälfte der Tore zuständig waren. „Wir haben einen großen Kader“, erklärt Sigurdsson – mit Spielern, die darauf brennen würden, sich zu zeigen. Dabei nennt er auch Kentin Mahé. Das sei auch nötig, denn jetzt beginne die Saisonphase, in der die Spieler immer mehr Blessuren hätten.

So wie Miro Schluroff, der gegen Wetzlar mit Schulterproblemen vom Feld musste. Und das sei nicht die einzige Blessur des Shooters. Mathis Häseler kann mit Fußproblemen noch nicht trainieren, absolviert ein Reha-Programm und soll nur im Notfall eingesetzt werden. So zahle sich der große Kader aus.

Der Leipziger Trainer hebt bei seiner Einschätzung die Eingespieltheit des VfL und die Abwehr mit herausragenden Könnern hervor. Dazu komme mit Dominik Kuzmanovic ein Torhüter in bestehender Form. Er erinnert aber an die Partie in Gummersbach, als er sein Debüt als Leipzig-Trainer hatte und sein Team nach einem 9:0-Lauf des VfL den Rückstand aufholte, am Ende aber mit 27:34 verlor