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Handball-BundesligaDer VfL Gummersbach kann doch gegen Lemgo gewinnen

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Julian Köster im Sprung.

Mit seinem 500. Bundesligator warf Julian Köster den VfL Gummersbach zum Sieg.  

In einem nervenaufreibenden  Spiel setzt sich der VfL Gummersbach in einer dramatischen Schlussphase mit 28:27 gegen Lemgo durch.

Es war kein Spiel für schwache Nerven und diesmal nahmen die Schiedsrichter Marcus Hurst und Mirko Krag nach dem Abpfiff auch noch den Videobeweis zur Hilfe. Und der zeigte, dass der letzte Wurf von Lemgo erst nach dem Abpfiff die Gummersbacher Torlinie überquert hatte.

Damit gewann der VfL Gummersbach nach vier sieglosen Aufeinandertreffen mit Lemgo erstmals wieder gegen das Team von Florian Kehrmann. Mit 28:27 (15:14) setzten sich die Hausherren in der mit 4132 Zuschauern ausverkauften   Schwalbe-Arena gegen den TBV durch. Das Tor zum Sieg war gleichzeitig das 500. Bundesligator von VfL-Kapitän Julian Köster.

Es war das erwartete Spitzenspiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem TBV Lemgo

Es war das erwartete Spitzenspiel zwischen zwei Teams der Stunde, das nicht immer schön anzuschauen war, aber dafür an Spannung einfach alles bot. Vor allem die langen Angriffe der Lemgoer mit dem siebten Feldspieler, bei denen mehr als einmal der erst letzte Pass im Zeitspiel im Tor landete, stellten die Geduld der   Gummersbacher auf die Probe ebenso wie die Nerven der Zuschauern.

Die Partie bewegte sich von Beginn an auf Augenhöhe, keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Es dauert   aber auch bis zur 55. Minute, ehe Lemgo zum ersten Mal in Führung ging. Bis dahin hatte stets der VfL vorgelegt und die Gäste ausgeglichen.

Im Gummersbacher Tor war erneut Verlass auf Dominik Kuzmanovic

Zuvor hatte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson in der Auszeit seine Spieler noch ermahnt, bis zum Schluss konzentriert zu bleiben. Er hatte aber auch gesagt, dass es nicht schlimm sei, wenn die Lemgoer ein Tor werfen würden. Er sollte Recht behalten . Die Gäste trafen   nach einem Fehlpass des ansonsten starken Kay Smits zum 26:25 (55.). Im schnellen Gegenzug glich Tilen Kodrin zum 26:26 aus. Nach einer Phase, in der die Hausherren über sieben Minuten ohne Tor geblieben waren.

Doch im Tor war auch diesmal Verlass auf Dominik Kuzmanovic, der in den letzten Spielminuten die wichtigsten seiner insgesamt 13 Paraden zeigte. Lemgo legte durch den unermüdlichen Lukas Hutecek zum 27:26 (56.) vor, ehe Smits wieder ausglich und Kuzmanovic hielt. Es blieb ohne Folgen, dass Miro Schluroff scheiterte und Kay Smits den Ball neben der leere Lemgoer Tor warf.

Lemgo nahm eine letzte Auszeit (58.), im Anschluss daran leistete sich Niels Versteijnen ein Stürmerfoul. Den letzten Gummersbacher Angriff verwandelte Julian Köster zum 28:27. Die letzte Minuten wollten die Gäste ausspielen, doch den letzten Wurf parierte der VfL-Torhüter und der Abpraller wurde zu spät ins Tor geworfen.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel mit vielen Fouls und Freiwürfen“, erklärte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson . Deswegen sei er froh, dass seine Mannschaft gewonnen habe, „obwohl wir am Ende zu viele Chancen liegen gelassen haben“. Sein Gegenüber, TBV-Trainer Florian Kehrmann, sagte, dass seine Mannschaft alles reingepackt habe und viel habe einstecken müssen. „Jetzt müssen wir mit einer bitteren Niederlage leben.“

Für den VfL war es der vierte Sieg im vierten Spiel des Jahres. Weiter geht es am Freitag, 13, März, 20 Uhr, mit dem Auswärtsspiel bei der MT Melsungen.


Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (5), Kodrin (3), Vujovic (1/1), Köster (2), Einarsson (1), Schluroff (5), Smits (8/4), Zeman (2).

Tore TBV Lemgo: Hutecek (5), Theilinger (2), Zehnder (6/6), Suton (4), Versteijnen (6), Wagner (3), Faust (1).