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Handball-BundesligaVfL Gummersbach reist zum Spitzenspiel nach Kiel

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VfL-Kreisläufer Ellidi Vidarsson zwischen zwei Kieler Abwehrspielern.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson hebt vor allem die Abwehr der Kieler hervor, die hier Kreisläufer Ellidi Vidarsson in der Mangel hat.

Der THW Kiel und der VfL Gummersbach sind beide in diesem Jahr noch ungeschlagen, doch hat der THW drei Spiele mehr absolviert.

Über die Qualität des Kaders des THW Kiel müsse man nicht sprechen, sagt Gudjon Valur Sigurdsson, Trainer des VfL Gummersbach, daran gebe es keinen Zweifel. Zum Duell mit dem deutschen Rekordmeister tritt er mit seiner Mannschaft am Samstag, 20 Uhr,   in der Wunderino-Arena an.

Beide Mannschaften sind in diesem Jahr noch ungeschlagen, die Kieler ließen dabei durch den 31:29-Erfolg gegen den Tabellenführer SC Magdeburg aufhorchen, dem das Team von Trainer Filip Jicha die erste Niederlage beifügte. Dazu kamen Siege gegen die Rhein-Neckar Löwen, Flensburg und zuletzt in der Europa League gegen Irun.

Zuletzt glänzte die Kieler Abwehr vor den beiden überragenden Torhütern

Gegen Magdeburg war es besonders die Abwehr der Kieler vor dem überragenden Torhüter Gonzalo Perez de Vargas, die zum Sieg führte. Mit dem Spanier und Andreas Wolff verfüge Kiel über absolute Toptorleute, sagt Sigurdsson. Nicht nur das, dazu komme auch noch der starke Innenblock und vor allem die 6:0-Abwehr. Wobei sich zuletzt gezeigt habe, dass Kiel auch mit anderen Deckungssystemen auftrumpfen könne.   „Sie haben einfach eine unglaubliche Qualität“ sagt Sigurdsson, der mit einigen Handballern der Gastgeber noch zusammengespielt hat, darunter mit Perez de Vargas, mit dem er mit Barcelona die Champions League gewonnen hat.

Dass es am heutigen Samstag ein echtes Spitzenspiel wird, dafür sorgt aber auch der VfL, der mit souveränen Siegen gegen die SG Flensburg-Handewitt (33:26) und den ThSV Eisenach (35:27) ins Jahr gestartet ist. Bei einem Spiel von Gummersbach weniger trennen beide Mannschaften drei Punkte.

Für VfL-Kapitän Julian Köster ist es das letzte Spiel gegen den THW Kiel

Dazu kommt die Erinnerung an das Hinspiel, das mit einem 25:25-Unentschieden endete und in dem Kreisläufer Ellidi Vidarsson in den letzten beiden Spielminuten dreimal die Chance auf den Sieg vergab. Kiels Trainer Filip Jicha erklärt die Partie gegen den VfL Gummersbach als ein erneut richtungweisendes Spiel in einer richtungsweisenden Woche im Kampf   um die Champions-League-Plätze.

Ist es für VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson eine Reise in seine Spielervergangenheit, ist es für VfL-Kapitän Julian Köster das vorerst letzte Mal, dass er mit Gummersbach in Kiel antritt. Im Sommer wechselt der Rückraumspieler nach sechs Jahren in Gummersbach zum THW Kiel, wo er einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.

„Julian ist ein absoluter Top-Team-Player“, erklärt Sigurdsson, der nicht glaubt, dass den 25-Jährigen die Situation beeinflussen wird. Julian Köster sei ein absolutes Vorbild und der Kapitän der Mannschaft, da ändere sich auch nichts dran, wenn er jetzt in seiner ab Sommer neuen Heimat spiele.

Zum 108. Mal, so haben die Kieler ausgerechnet, treten die beiden Mannschaften gegeneinander an. Für die Hausherren ist es das sechste Spiel innerhalb von 17 Tagen, während die Gummersbacher bisher nur zwei Partien absolvierten und die Zeit nutzen konnten, um ihre vor allem durch Infekte angeschlagenen Handballer wieder aufzubauen.   Wobei sich Kentin Mahé am Donnerstag krank meldete und nicht am Training teilnehmen konnte. Ob er in Kiel dabei ist, das entscheide sich erst kurzfristig, sagt sein Trainer.