Die Ortsgruppe erhält für ihr Engagement in der Schwimmausbildung von der Volksbank Berg die Auszeichnung in Bronze.
AuszeichnungDLRG Lindlar ist ein „Stern des Sports“

Hier werden Schwimmer gemacht: Silvia Ferlemann-Stefaniak bei der Ausbildung.
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Wenn es um das Schwimmenlernen geht, kommt man in Lindlar um die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nicht herum. Dabei ist der Verein noch sehr jung, erst im Februar 2020 gegründet worden – nicht ahnend, dass die folgenden zwei Jahre von der Pandemie bestimmt werden würden.
„Als Corona vorbei war, waren wir eine Handvoll Mitglieder – und haben es dann in der vergangenen zwei Jahren geschafft, die Zahl auf über 300 zu steigern. Aktuell kratzen wir sogar an der 400er Grenze“, sagt Silvia Ferlemann-Stefaniak, die Leiterin der Ortsgruppe. Sie ist zugleich für den Bereich Ausbildung zuständig. Der Mitglieder-Boom erfreut die Verantwortlichen in Zeiten des Vereinssterbens umso mehr. Und in diesem Zusammenhang steht die Auszeichnung, die Silvia Ferlemann-Stefaniak und ihre Stellvertreterin Ines Müller nun in der Lindlarer Filiale der Volksbank Berg in Empfang nehmen durfte.

Bei der Preisverleihung (v.l.): Melvin Berscheid (Volksbank), Silvia Ferlemann-Stefaniak und Ines Müller von der DLRG, Anja Lepperhoff (Kreissportbund) und Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann.
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Die Volksbanken und Raiffeisenbanken vergeben schon seit dem Jahr 2004 den Preis „Sterne des Sports“ in den Kategorien Gold, Silber und Bronze – wobei Bronze sich auf die lokale Ebene der Preisverleihung bezieht, Silber auf die Landes- und Gold auf die Bundesebene. Die Lindlarer DLRG-Ortsgruppe bekommt den Preis nicht nur für die beachtliche Mitgliederentwicklung, sondern in erster Linie für das Engagement in der Schwimmausbildung.
„Das Ziel des Vereins ist es, aus Nichtschwimmern Schwimmer zu machen“, sagt Volksbank-Regionalmarktleiter Melvin Berscheid. Der Bedarf sei entsprechend groß, wie sich auch an den Zahlen aus dem Vorjahr zeige: Da verzeichnete die Lindlarer DLRG 78 Schwimmabzeichen und 30 Rettungsschwimmerausbildungen. „Diese Zahlen haben wir 2026 schon zur Jahreshälfte erreicht“, berichtet Silvia Ferlemann-Stefaniak stolz.
In NRW hatten wir zuletzt 54 Badetote gehabt, mehr als im Jahr zuvor. Das zeigt, wie wichtig die Arbeit der DLRG ist.
Wie wichtig es ist, schwimmen zu können, betont Bürgermeister Sven Engelmann bei der Feierstunde: „In NRW hatten wir zuletzt 54 Badetote gehabt, mehr als im Jahr zuvor. Das zeigt, wie wichtig die Arbeit der DLRG ist.“ Er sei „unfassbar stolz“ darauf, dass es in Lindlar diese motivierte und engagierte Ortsgruppe gebe. Anja Lepperhoff, die Vorsitzende des Kreissportbundes Oberberg, drückt es deutlich aus: „Beim Schwimmen herrscht bei uns die Alarmstufe Rot. 73 Prozent der neuen Grundschüler können nicht schwimmen, beim Übertritt auf die weiterführenden Schulen sind es immer noch 60 Prozent. Es liegt oft genug daran, dass die Eltern selbst auch nicht schwimmen können.“
An dieser Stelle kommt das „Seepferdchen für Große“ ins Spiel, das von der DLRG angeboten wird. „Uns ist es wichtig, die Scheu zu nehmen und zuzugeben, dass man im Erwachsenenalter nicht schwimmen kann“, sagt Silvia Ferlemann-Stefaniak.
Bleibt die Frage nach dem Geheimnis, wie man es schafft, in kurzer Zeit so viele neue Mitglieder anzuwerben. „Mir ist Qualität, Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung dem Team gegenüber wichtig“, sagt die Ortsgruppenleiterin. In Lindlar sei sichergestellt, dass alle Schwimmlehrer nicht nur entsprechend fortgebildet sind, sondern auch über die nötige Ausrüstung und Kleidung verfügen.
Dazu passt dann auch die Ankündigung, was die Lindlarer DLRG mit dem Preisgeld in Höhe von 500 Euro anfangen möchte. „Wir fahren mit dem Ausbildungsteam in die Claudius-Therme nach Köln“, kündigt Silvia Ferlemann-Stefaniak an. Denn genau so funktioniert ein reges Vereinsleben.
