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Nach ElternprotestLichterkette erhellt Schul-Waldweg in Nümbrecht

Nach dem Protest der Eltern hat Bürgermeister Hellbusch den dunklen Weg zu den Containerklassen in Nümbrecht beleuchten lassen.

Der Waldweg war Thema im Rat.

Lösung für den Waldweg

Im Konflikt um die mangelnde Beleuchtung des Wäldchens auf dem Nümbrechter Schulzentrum wurde eine Lösung gefunden. In dieser Woche hat Bürgermeister Thomas Hellbusch am Pfad zwischen den Bäumen eine Lichterkette installieren lassen. Den Weg nutzen etwa 100 Grundschüler, um vom Bus zu den Containern kommen, in denen sie derzeit unterrichtet werden.

Elternprotest per Online-Petition

Das Thema hatte Wellen geschlagen, nachdem in dieser Zeitung davon zu lesen war und die von der Mutter Sarah Bock angeführte Elternschaft eine Online-Petition gestartet hatte, die von 370 Menschen unterzeichnet wurde. Darin äußerten die Eltern ihre Verärgerung darüber, dass die Grundschüler morgens im Dunkeln zur Schule laufen müssen. Der Waldweg sei nass und rutschig, sobald es regnet, die Stolpergefahr groß und der finstere Wald für die Kinder zudem mit Angst verbunden.

Taschenlampen stoßen auf wenig Gegenliebe

Die Gemeinde kam daraufhin auf die Idee, alle Kinder mit eigenen Taschenlampen auszustatten, und diese nach den Ferien auch schon verteilt. Diese Lösung stieß aber auf wenig Gegenliebe, wie Bürgermeister Hellbusch am Dienstag in der Ratssitzung berichtete. „Die Dynamik des Elternprotests hat mich überrascht“, merkte er an. „Im ersten Jahr gab es keinerlei Kritik an dem Waldweg.“ Die spontan entwickelte Taschenlampen-Lösung sei ihm geeignet erschienen für den bloß wenig mehr als 50 Meter langen Pfad, der auch nur einige Wochen im Jahr morgens im Dunkeln liegt. Stromanschlüsse und Laternen zu installieren, sei viel zu aufwendig.

Hellbusch lenkt ein

Als gelernter Polizist habe er aber erkennen müssen: „Das subjektive Sicherheitsempfinden ist oft anders als das objektive Gefährdungspotenzial.“ Darum ließ Hellbusch nun die Lichterkette installieren, die mit einem langen Kabel vom Hauptgebäude aus mit Strom versorgt und von einem Lichtsensor gesteuert wird.

Eltern: „In Ordnung“, aber nicht ideal

Schülermutter Sarah Bock sagt, dass sie sich „etwas Professionelleres“ als eine Lichterkette gewünscht hätte. „Und wir müssen abwarten, bis es morgens bald richtig dunkel wird.“ Die Lösung sei aber nach Einschätzung mehrerer Mütter „in Ordnung“. Bock findet: „Es ist etwas traurig, dass dass es diesen medialen Druck brauchte, um etwas zu erreichen.“ Den schon vereinbarten Besuch eines Fernsehteams hat der WDR abgesagt. (tie)