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Magen-Darm-InfektEinsatz von Gummersbachs Tom Kiesler bei der Handball-EM bleibt fraglich

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Spielszene aus dem Handball

Effektive Abwehrarbeit: Tom Kiesler erhielt für seine Leistungen bei der Handball-EM viel Lob von Trainern, Mitspielern und den Fans. 

Der Abwehrspezialist des VfL Gummersbach kämpft mit einem Magen-Darm-Infekt. Am Donnerstagmittag ging es ihm langsam besser.

Viel Lob hat der Gummersbacher Tom Kiesler für seine Abwehrarbeit in der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der laufenden Europameisterschaft schon bekommen – kaum zu glauben, dass es für den 24-Jährigen das erste große internationale Turnier ist. Doch ausgerechnet jetzt, wo die DHB-Auswahl auf die EM-Zielgerade einbiegt, streikt Kieslers Magen.

Gummersbacher verpasste schon das Frankreich-Spiel

Schon das entscheidende Hauptrundenspiel gegen Titelverteidiger Frankreich am Mittwochabend verpasste Kiesler, musste im Mannschaftshotel bleiben, weil er sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hatte. Großes Lob vom BundestrainerIn einem Interview auf den fehlenden Gummersbacher angesprochen, hatte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem Frankreich-Spiel wörtlich erklärt, der Abwehrmann habe „im Viertelstundentakt gekotzt“ als die Mannschaft in Richtung Halle aufgebrochen sei.

Für den Bundestrainer ist der Gummersbacher ganz entscheidend

Zugleich adelte der Bundestrainer Tom Kiesler als den in seinen Augen „„besten Abwehrspieler des Turniers“, er sei außerdem von besonderer Bedeutung für das Deckungsspiel der deutschen Auswahl.

Entsprechend groß war das Interesse an Kieslers Genesung am Donnerstagmittag bei der DHB-Pressekonferenz vor der heutigen Halbfinalpartie gegen Kroatien. Das Fazit: Die deutsche Mannschaft wird bis zuletzt zittern müssen, ob der Gummersbacher gegen den Vizeweltmeister wird eingreifen können. „Er fühlt sich besser“, sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton gestern Mittag im deutschen Teamquartier.

Der Magen-Darm-Infekt habe Kiesler aber „sehr mitgenommen“, so Catton weiter. „Wir müssen die nächsten 24 Stunden abwarten.“ Besonders beobachten wolle man zudem Miro Schluroff, ebenfalls Gummersbacher, der mit Kiesler das Zimmer teilte.