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NeustartIn Waldbröl tritt der „Döörper Treff“ an die Stelle der früheren „Hauderei“

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In Waldbröl hat sich der „Verein zur Förderung des kulturellen Lebens“ gegründet. Zum Vorstand gehören (von links) Patrick Mielke, Iris Knabe, Vorsitzender Wolfgang Joost, Michael Korbach, Jochen Gran und Frank Starosta.

In Waldbröl hat sich der „Verein zur Förderung des kulturellen Lebens“ gegründet. Zum Vorstand gehören (von links) Patrick Mielke, Iris Knabe, Vorsitzender Wolfgang Joost, Michael Korbach, Jochen Gran und Frank Starosta.

Träger der Einrichtung an der Hochstraße ist der „Verein zur Förderung des kulturellen Lebens“. An Markt-Donnerstagen werden dort Speisen serviert.

Das letzte Frühstücksbrötchen ist verspeist, die letzte Marktsuppe geschlürft und ausgelöffelt. Und in der „Hauderei“, dem genossenschaftlich geführten Café und Bistro, gehen am 30. April die Lichter aus. Damit aber will sich eine Gruppe und Waldbrölerinnen und Waldbröler nicht abfinden: Sie wollen sich nicht trennen von der guten Stube und richten in der Gastronomie an der Hochstraße den „Döörper Treff“ ein, Träger ist der bereits im September vergangenen Jahres gegründete „Verein zur Förderung des kulturellen Lebens in Waldbröl“.

„Unser Ziel war es nicht, die Hauderei zu übernehmen“, erklärt Vorsitzender Wolfgang Joost. „Wir wollten der Hauderei immer nur unterstützend, zum Beispiel bei Förderungen, zur Seite stehen.“ Weil aber an den Tagen des Vieh- und Krammarktes in der Stadt der Laden so richtig brummt, beschließt der Verein, die Gastronomie an den diesen Donnerstagen zu öffnen, ab 7.30 Uhr dann belegte Brötchen zu verkaufen und ab 11 Uhr auch die höchstbeliebte Marktsuppe von Koch Günter Triebsch zu servieren. Und mehr noch: „Für Familienfeiern, Trauercafés und ähnliche Anlässe stehen unsere Räume zur Verfügung“, kündigt der 57-jährige Joost an.

In Waldbröl soll es künftig auch ein Monatsessen geben

Auch soll künftig ein Monatsessen aufgetischt werden – Titel: „Waldbröl bittet zu Tisch“. Joost: „Den Senioren-Stammtisch müssen wir vorerst leider auf einmal im Monat reduzieren.“ Grund dafür sei, dass der Verein zurzeit noch Menschen suchen, die sich ehrenamtlich betätigen wollen. „Wir haben das klare Ziel, die frühere Hauderei als Zentrum für Begegnungen, den Austausch und die Kultur zu bewahren“, betont Joost. „Auch wollen wir natürlich ein Treffpunkt sein.“ Denn der fehle in der Innenstadt.

Am vergangenen Dienstagabend hat die Mitgliederversammlung die notwendige Satzung für den „Döörper Treff“ verabschiedet und sich auch für den Namen des Projekts ausgesprochen – einfach sollte der klingen, regional sein und einen Bezug zur Marktstadt herstellen. Zum Vorstand gehören neben Wolfgang Joost als Vorsitzendem Jochen Gran, Pfarrer i.R., als Stellvertreter sowie Frank Starosta als Schatzmeister und Kassierer, Patrick Mielke ist Schriftführer, als Beisitzer gehören Iris Knabe und Michael Korbach zu diesem Gremium.

An den Start gegangen war die von einer eigenen Genossenschaft getragene Hauderei im September 2023 – als Nachfolgerin von Café Kremer. Trotz etlicher Schwierigkeiten kam die Gastronomie über die Runden, bis die Schuldenlast zu Beginn dieses Jahres so erdrückend war, dass der Betrieb eingestellt werden musste – auch so, heißt es, weil die Kosten für die dort festangestellten Kräfte am Ende nicht mehr zu stemmen waren. Die Hauderei ging erfolglos in die Insolvenz.