Das Rathaus will das innerstädtische Verkehrskonzept vollenden und kündigt den umfangreichen Ausbau der Straße für den kommenden November an.
Umfangreicher AusbauIn Waldbröl wird die Bahnhofstraße ebenfalls zur Einbahnstrecke

Die Waldbröler Bahnhofstraße soll künftig einspurig in eine Fahrtrichtung geführt werden, die örtliche Filiale der Mühlenbäckerei (links zu sehen) soll zudem eine Ladezone bekommen.
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Die Bahnhofstraße in der Stadtmitte von Waldbröl ist eine der letzten wichtigen Verkehrsmeilen, deren Sanierung im Straßen- und Wegekonzept für die Jahre von 2022 bis 2026 zwar vorgesehen, aber bisher noch nicht ausgeführt worden ist. Dies werde aber ab dem kommenden November geschehen, kündigt Mario Klein vom städtischen Fachbereich Bauen an: „Das ist dann der Schlusspunkt unter unser innerstädtisches Verkehrskonzept.“
Dieses Bauvorhaben hatte die Stadt bis zur Fertigstellung des benachbarten Merkur-Geländes aufgeschoben – da steigt am 9. Mai 2026 das Einweihungsfest. Noch offen sei, so Klein, ob es für den Ausbau der fast 300 Meter langen Strecke Zuwendungen von der Kölner Bezirksregierung gibt. Und sind die Arbeiten erledigt, wird diese fortan als Einbahnstraße geführt – ebenso wie die Kaiserstraße seit der Fertigstellung 2022.
Bäckerei-Filiale soll in der Stadtmitte von Waldbröl eine Ladezone bekommen
Auf der Bahnhofstraße soll der Verkehr aber auf einer dann 4,50 Meter breiten Fahrbahn in die Gegenrichtung zur Kaiserstraße rollen, also vom oberen Jüterbog-Kreisel, Ecke Friedenstraße, zum unteren Witham-Kreisel, der Schnittstelle zur Nümbrechter Straße.
Die gesamte Breite der Straße beziffert Klein auf 6,50 Meter, da auch ein Fahrradstreifen mit einer Breite von zwei Metern vorgesehen ist. Inzwischen habe die Stadt auch den dafür benötigten Boden erworben. Ende des Jahres 2027 könnten die Arbeiten beendet sein, schätzte Klein. Parkplätze soll es dort ebenso geben wie eine Ladezone für die neue Filiale der Mühlenbäckerei.
„Die würden wir gern gemeinsam mit dem Unternehmen planen, jedoch sind unsere Anfragen bis heute nicht beantwortet worden.“ Zurzeit, so heißt es zudem aus der Politik, verursache die Anlieferung von Ware am Morgen oft erhebliche Probleme, da der Lieferwagen auf der Straße stehe.
Das werde sich ändern, verspricht derweil Martin Jung, Mitinhaber der Mühlenbäckerei in Westerburg (Westerwald). Er werde sich nun umgehend bei der Stadtverwaltung melden. Jung wundert sich: „Die Möglichkeit, Anregungen einzubringen, wurde mir bisher nicht zugetragen.“ Eine solche Zone bedeute auch für den Betrieb eine deutliche Verbesserung.
Weitere umfangreiche Bauarbeiten kündigt Mario Klein von der Stadtverwaltung zudem ab voraussichtlich kommenden September für die Turnerstraße, die Industriestraße und die Geininger Straße. Für die Industriestraße ist zudem eine Anliegerversammlung im April 2026 geplant.

