Abo

AusbildungszertifikatArbeitsagentur würdigt Edelstahlwerk Kind in Wiehl-Bielstein

2 min
ADas Ausbildungszertifkat für den Oberbergischen Kreis ist jetzt von Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, an Torsten Breitenfeld, Personalleiter des Edelstahlwerkes Kind, überreicht worden.

Das Ausbildungszertifkat für den Oberbergischen Kreis ist jetzt von Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, an Torsten Breitenfeld, Personalleiter des Edelstahlwerkes Kind, überreicht worden.

Das Ausbildungszertifkat für den Oberbergischen Kreis ist jetzt von Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach, an Torsten Breitenfeld, Personalleiter des Edelstahlwerkes Kind, überreicht worden.

Agenturchefin Nicole Jordy betonte beim Termin in Bielstein, dass die Auszeichnung jährlich nur an eine Firma – jeweils aus den Kreisen Oberberg, Rhein-Berg und Leverkusen – vergeben werde, die sich im Bereich Ausbildung in ganz besonderem Maße verdient gemacht habe. Dieser Würdigung gehe immer ein spannender Auswahlprozess mit Angelina Falcone vom Arbeitgeberservice Gummersbach voraus. Dabei werde etwa auch berücksichtigt, ob ein Unternehmen jungen Leuten ebenso eine Chance gebe, die vielleicht Schwierigkeiten beim Start in das Berufsleben haben.

Wichtig sei zudem, ob kontinuierlich eine fundierte Ausbildung vermittelt werde. Breitenfeld berichtete, dass das Unternehmen 1888 gegründet wurde und sich mit der Erzeugung von Warmarbeitsstahl, insbesondere Werkzeugstählen für die Schmiedeindustrie, beschäftige.

Seit dem Jahr 2024 ein Teil der Georgsmarienhütte

Seit Oktober 2024 sei die Firma Teil der Georgsmarienhütte-Unternehmensgruppe in Osnabrück. Unter den rund 350 Mitarbeitenden seien 19 Azubis, zwei davon im dualen Studium. Insgesamt bilde das Werk in zehn Berufen aus, von denen aber nicht alle jährlich angeboten würden. Ausbildungskoordinatorin Sarah Sträter führte aus, dass es nach der Kooperation mit der Georgsmarienhütte im vergangenen Herbst ein fünftägiges Onboarding in Niedersachsen gegeben habe, bei dem sich sämtliche neuen Auszubildenden aus den mehr als 20 Schwesterbetrieben untereinander und die Strukturen kennenlernen konnten.

Daneben gebe es einen ständigen Austausch mit anderen Standorten. Breitenfeld und Sträter schilderten, dass sich die Bewerberlandschaft um Ausbildungsplätze drastisch geändert habe. So gehe die Tendenz heute dahin, sich erst sehr spät zu bewerben. Zudem gebe es deutlich weniger Interessenten als früher und deren Qualifikation sei manchmal schwierig. Dabei sei ein Forcieren der Ausbildung essenziell. „Wir müssen uns selbst helfen, um gute Fachkräfte zu bekommen“, erklärte Breitenfeld. Nicole Jordy bedauerte, dass es zunehmend weniger Betriebe gebe, die überhaupt noch ausbilden. Nach vielen Jahren mit einem Mangel an Plätzen gebe es in diesem Jahr erstmals wieder mehr Bewerber als Ausbildungsstellen.

Die Geschäftsführerin betonte, dass es wichtig sei, auf die unterschiedlichen Bedarfe der Azubis einzugehen. So gebe es etwa eine „assistierte Ausbildung“ mit Unterstützung in der Berufsschule oder eine sozialpädagogische Betreuung. Beides werde von der Agentur für Arbeit finanziert. Die Ausbildungskoordinatorin Sarah Sträter erläuterte unterdessen, dass es als Einstiegsqualifikation auch die Möglichkeit eines Langzeitpraktikums über mehrere Monate gebe, was in den allermeisten Fällen die Ausbildung ermögliche. Derzeit gibt es noch sechs unbesetzte Ausbildungsstellen bei der Firma Kind: drei Verfahrenstechnologen, einen Zerspanungsmechaniker, einen Werkstoffprüfer und einen Industriekaufmann, jeweils männlich oder weiblich.