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FlutkatastropheWiehler Verein leistet Flutopfer-Soforthilfe

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Das Foto wurde aufgenommen im nepalesischen Dhading: Ein Mädchen sitzt in einem Gebäude, das durch die Sturzfluten beschädigt wurde.

Ein Mädchen sitzt in einem Gebäude, das durch die Sturzfluten in Nepal beschädigt wurde.

Der Wiehler Verein Re:Help und die Shanti Leprahilfe bündeln ihre Kräfte, um nach der Flutkatastrophe in Nepal vor Ort zu helfen.

Hunderte Menschen wurden Opfer der Flutkatastrophe in Nepal, nahe der Grenze zu Tibet. Am Mittwochmorgen brach ein Teil der Bergflanke vom Nordhang des Langtang Lirung ab, dem höchsten Gipfel der nepalesischen Region Langtang. Beim Abrutschen ließ die freigesetzte Energie das Eis des Gletschers schmelzen, die Erschütterung beim Aufprall war so stark, dass ein Erdbeben der Stärke 5,7 aufgezeichnet wurde.

Lage vor Ort äußerst schwierig

Auch in Oberberg hat die Flutkatastrophe mit ihren zahlreichen Opfern große Bestürzung ausgelöst. Die Mitglieder des Vereins Re:Help, der sich seit 2013 in Nepal engagiert, sind erschüttert über das Ausmaß der Katastrophe. So teilt Vereinsgründerin Renate Kotz mit: „Unser Verein und die Shanti Leprahilfe bündeln jetzt die Hilfe für die Opfer: 1000 Schlafsäcke, Kleidung und Medikamente für die Menschen in den betroffenen Gebieten sollen schnell auf den Weg gebracht werden.“

Überlebende aus den Überflutungsgebieten werden per Helikopter bis zur nächstgelegenen Straße ausgeflogen, von dort aus soll ein Weitertransport mit Fahrzeugen stattfinden.
Renate Kotz, Re:Help

Die Flutkatastrophe habe mindestens neunzigtausend Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Lage vor Ort sei weiterhin äußerst schwierig: „Verkehrswege wurden weggespült, die Versorgung der Bevölkerung ist erheblich erschwert. Die Bergung der Flutopfer wird durch das Militär koordiniert. Überlebende aus den Überflutungsgebieten werden per Helikopter bis zur nächstgelegenen Straße ausgeflogen, von dort aus soll ein Weitertransport mit Fahrzeugen stattfinden.“ Die Infrastruktur stelle die Helfer vor enorme Herausforderungen, berichtet Renate Kotz. „Übrig sind teilweise nur einspurige Pisten, die für Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge freigehalten werden müssen. Bis die Bergungsmaßnahmen abgeschlossen sind und die Situation vor Ort übersichtlicher ist, wird noch einige Zeit vergehen“, ist die Wiehlerin sicher.

Interesse an Rapcha ist groß

Gerade bereitet sich das Team der Shanti Leprahilfe in Kathmandu auf den eigenen Hilfseinsatz vor. Kleidung wird gesammelt, Schlafsäcke angefertigt und die Medikamentenvorräte aufgefüllt. „Sobald es die Lage zulässt, will sich das Shanti-Team auf den Weg zu den Menschen machen, die durch die Flutkatastrophe alles verloren haben“, kündigt die Vereinsgründerin an. Der Dortmunder Verein betreibt in Kathmandu ein Krankenhaus mit einem erfahrenen Team. Er organisiert Gesundheitscamps, unter anderem im von Re:Help unterstützten Dorf Rapcha. „Gerade diese Erfahrung, die medizinische Kompetenz ist nun von unschätzbarem Wert“, ist Renate Kotz überzeugt. Viele Menschen wenden sich derzeit an sie und fragen, wie es um Rapcha steht.

Die beruhigende Nachricht: Rapcha liegt im Osten Nepals und ist von der Flutkatastrophe nicht betroffen. Dennoch geht das Geschehene auch an den Menschen dort nicht spurlos vorüber. „Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich drei Dorfbewohner in den von der Flut betroffenen Gebieten. Bislang warten ihre Familien verzweifelt auf ein Lebenszeichen von ihnen.“

Die Ungewissheit sei für die Angehörigen kaum auszuhalten. „Ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir gemeinsam mit Shanti die Möglichkeit haben, den Opfern der Flutkatastrophe Hilfe zukommen zu lassen. Das Shanti-Team ist für solche Krisen geschult, alle stehen in den Startlöchern, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen“, sagt Kotz, die für Re:Help, und für die Shanti Leprahilfe um Spenden unter dem Verwendungszweck „Fluthilfe Nepal“ bittet.