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Ab OktoberNeue Betreiber für das Waldhotel Tropfsteinhöhle in Wiehl stehen parat

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Gruppenfoto: (v.l.) Peter Madel, Fatima Bollow, Sven und Jenny Kauling sowie Bürgermeister Ulrich Stücker.

Freuen sich auf die Zukunft des Waldhotels: (v.l.) Peter Madel, Fatima Bollow, Sven und Jenny Kauling sowie Bürgermeister Ulrich Stücker.

Jenny und Sven Kauling treten am 1. Oktober die Nachfolge von Fatima Bollow, die 15 Jahre lang Pächterin des Waldhotels war.

„Ich war immer gerne Gastgeberin. Dieser Beruf war für mich eine Herzenssache“, sagt Fatima Bollow und gibt zu, die Leitung des Waldhotels Tropfsteinhöhle in Wiehl nun abzugeben, sei mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden. „Mein Dank gilt den Gästen, meinen Mitarbeitenden und der Stadt Wiehl für ihr Vertrauen in mich und meinen Mann Uwe. Dass wir für unsere Gäste ein Stück Zuhause sein konnten, macht mich stolz“, betont die 58-Jährige.

15 Jahre lang war sie Pächterin, bis zum Tod ihres Mannes vor vier Jahren gemeinsam mit ihm. Im Waldhotel hat sie insgesamt 42 Jahre ihres Berufslebens verbracht. Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker gab den Dank zurück: „Für dieses Hotel stehen Sie wie keine Zweite. Das Waldhotel ist seit Jahren eine verlässliche Größe in der Wiehler Gastronomie und ein Aushängeschild.“

Ablösung zum 1. Oktober im Wiehler Waldhotel Tropfsteinhöhle

Zum 1. Oktober wird Fatima Bollow abgelöst von Jenny und Sven Kauling. Auch im Gespräch mit den beiden Ründerothern fällt schnell das Wort „Herzensangelegenheit“. So berichtet Jenny Kauling, studierte BWLerin, sie habe mit ihrem Ehemann, der ein Unternehmen im Bereich Consulting aufgebaut hat, seit Jahren daraufhin gearbeitet, sich den Traum vom Hotel zu erfüllen. Sven Kauling blickt zurück: „Wir waren auf dem Weg, uns einen anderen Betrieb anzuschauen, und fuhren hier am Waldhotel vorbei. Da habe ich gedacht: Schade, das wäre das perfekte Projekt für uns mit diesem wunderbaren Gesamtkonzept aus Hotel, Tropfsteinhöhle und Wildgehege.“ Als dann klar wurde, dass der Betrieb neue Pächter brauchte, berichtet er, habe er mit seiner Frau sofort alles in Bewegung gesetzt, damit der Traum wahr wird.

30 Interessenten gab es zu Beginn der Suche, die durch den Düsseldorfer Gastgewerbe Beratungsservice unterstützt wurde, wie der Beigeordnete Peter Madel berichtet. 17 davon reichten ein Konzept ein, sechs absolvierten die Gesprächsrunden. Dabei habe sich jedoch rasch herausgestellt: Das Ehepaar Kauling brennt für diese Herausforderung, das Hotel in seinen liebgewordenen Traditionen zu belassen und doch auch einfühlsam in die Zukunft zu führen. So seien zum Beispiel Gruselführungen durch die Tropfsteinhöhle als Angebot für die Kinder zu Halloween schon in Planung, verrät Sven Kauling.

Für Fatima Bollow – und ebenso für viele der Stammgäste – war es zudem eine große Erleichterung, dass das rund 30-köpfige Team bleiben wird. Viele Mitarbeitende sind schon lange dabei, ihre Gäste schätzen das Waldhotel als einen Ort, an dem die Servicekräfte schon automatisch das richtige Getränk auf den Tisch stellen und quasi längst zu Begleitern des Lebens geworden sind.

Sven Kauling wird von seiner Vorgängerin in diesen Tagen zum ersten Mal richtig in den Betrieb eingebunden. „Als Praktikant“, betont der 50-Jährige lachend. So wie die Gespräche mit der Stadt Wiehl konstruktiv verlaufen seien, so sei auch der Austausch mit Fatima Bollow intensiv und wertschätzend und werde bei Fragen auch nach dem offiziellen Wechsel fortgeführt, betonen die neuen Betreiber.

Fatima Bollow hat indes außerdem versprochen, nicht nur die legendären Rezepte für ihre Pfeffersauce und den Kartoffelsalat in der Küche zu belassen, sondern auch selbst als Gast in das Waldhotel wiederzukommen.