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WindkraftanlageHeute Nacht soll ein Schwertransport durch Bielstein rollen

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Ein Windradrotorblatt auf einem Lkw-Transport.

Auf der Raststätte Aggertal warteten die Schwerlastzüge am Wochenende auf grünes Licht für die Fahrt zur Umgehung der Wiehltalbrücke. 

In der Nacht zu Dienstag fahren Lastzüge mit 70 Meter langen Rotorblättern durch die Wiehler Ortschaft.

Stahlplatten zur Böschungssicherung und reihenweise Halteverbotsschilder: An der Strecke zwischen den Anschlussstellen Bielstein und Gummersbach/Wiehl sind die Vorkehrungen schon lange zu besichtigen. In der Nacht auf Dienstag soll nun über die Landesstraßen 336, 321 und 305 ein Schwertransport mit 70 Meter langen Rotorblättern für eine Windkraftanlage geführt werden. Es handelt sich um ein Windrad des Hamburger Herstellers Vestas, das von dem mecklenburgischen Schwerlasttransportunternehmen SLT über die Autobahn ans Ziel gebracht werden soll. Die Strecke ist ab 22 Uhr freigegeben.

Unbekannt ist, wo das Windrad stehen wird. Hersteller und Transportfirma verweigerten auch die Auskunft über die genauen zeitlichen Abläufe, offenbar aus Sorge vor Störungen. Bis Ende August sind mehrere Transporte beantragt.

Ein Windradrotorblatt auf einem Lkw-Transport.

Der Transport der langen Flügel ist mit großen Kurvenradien verbunden.

Die Lastzüge mit ihrer überlangen Fracht stehen seit dem Wochenende bereit auf dem A4-Rastplatz Aggertal. Hintergrund des umständlichen Verfahrens ist die Sperrung der Wiehltalbrücke für Schwerlasttransporter von mehr als 44 Tonnen. In diesem Fall könnte der Gesamtzug sogar mehr als 70 Tonnen wiegen. Durch die notwendige Umfahrung der Brücke ergeben sich allerdings neue Schwierigkeiten durch die Länge und Kurvenradien solcher Transporte.

Im Vorfeld der Wiehltalbrücke wird derzeit in beiden Fahrtrichtungen eine sogenannte Weight-in-Motion-Anlage installiert. Die „Gewichtskontrolle im Vorbeifahren“ soll gewährleisten, dass das Fahrverbot für Lkw mit mehr als 44 Tonnen auf der Wiehltalbrücke eingehalten wird. Diese werden per Kamera mit Kennzeichen identifiziert und auf Anzeigetafeln direkt angesprochen. Doch dabei wird es nicht bleiben.

Wiehltalbrücke muss umfahren werden

Absehbar ist die Installation einer Schranke, die alle Schwertransporte zur Abfahrt zwingt. Sollte die Statik der Brücke neuen Grund zur Besorgnis geben, können mittels dieser Anlage auch Lkw mit geringerer Achslast abgeleitet werden.

Die Ausweichrouten sind die standardmäßig ausgeschilderten Bedarfsumleitungen. In Fahrtrichtung Köln gilt die U40, die von der Anschlussstelle Gummersbach über Bielstein und Weiershagen zur Anschlussstelle Bielstein führt – und die für die Windräder offenbar in Gegenrichtung genutzt wird. In Richtung Olpe geht es eigentlich über die U67, also über Weiershagen, Wiehlmünden und Dieringhausen.

Wie der Landesbetrieb Straßenbau mitteilt, hat er mit der Sanierung der umliegenden Landes- und Bundesstraßen begonnen. Wenn die Brücke neugebaut sind, soll es nicht zusätzliche Verkehrsbehinderungen durch Baustellen auf den Umleitungsstrecken geben. Die Landes- und Bundesstraßen sollen im Bedarfsfall für die Maßnahme der Autobahn GmbH als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen.

Die Sanierung der L336/L302 zwischen der A4-Anschlussstelle Bielstein und Weiershagen ist schon abgeschlossen. In diesem Jahr geplant ist darüber hinaus die Ertüchtigung der L136 von Brunohl bis Dieringhausen (voraussichtlich in der zweiten Hälfte der Sommerferien, die Sanierung des Wiehler Kreisverkehrs an der Einmündung Marienberghausener Straße (im Juli), die Erneuerung der L338 zwischen Drabenderhöhe und Niederstaffelbach (voraussichtlich in den Herbstferien) sowie der L136 in Ründeroth (Beginn ebenfalls voraussichtlich in den Herbstferien). 2027 würden weitere Sanierungen vorgezogen und derzeit den mit Kommunen und der Ovag abgestimmt, kündigt der Landesbetrieb an.