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War es ein Wolf?„Irgendetwas muss die Kühe in Panik versetzt haben“

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Eine Kuh neben einer Kinderrutsche im Garten.

Eine der entflohenen Kühe tauchte an unvermuteten Stellen in der Wiehler Innenstadt auf.  

Es waren sogar zwei Tiere, die am Dienstag verängstigt durch Wiehl liefen. Was hat sie erschreckt? Der Landwirt will nun eine Wildkamera aufstellen.

Die beiden Kühe, die am Dienstag in Wiehl für Aufsehen gesorgt haben, sind wohlbehalten zurück auf dem Hof ihres Besitzers in Nümbrecht-Gaderoth. Wie sich herausgestellt hat, war es nicht nur eine Kuh, sondern es waren sogar zwei junge Mutterkühe, die sich von einer Weide in Oberwiehl auf den Weg machten und mühsam wieder eingefangen werden mussten.

Nach der ersten Etappe durch den Wald blieb eines seiner beiden namenlosen Tiere gegen 18.45 Uhr in Hübender stehen, berichtet Landwirt Horst Dresbach. Dort wollte er es zunächst mit einem sogenannten Fangwagen zurückbringen. „Aber weil die Kuh immer wieder rausgeschlüpft ist, mussten wir sie ebenfalls betäuben.“ Wie später auch der Mitflüchtling wurde sie im sedierten Zustand auf einen Hänger gezogen und abtransportiert.

Endstation nahe des Rewe-Markts im Wiehler Zentrum

Die Flucht des anderen Tieres endete erst gegen 20.30 Uhr nach einigen Hin und Her in der Innenstadt auf einem Grundstück in der Straße „Zur Zäuner Hardt“. Zuvor war die Kuh quer durch die Stadt gelaufen, so dass die Polizei den Straßenverkehr absichern musste. Landwirt Horst Dresbach blieb ihr auf der Spur und lobt seine Kuh dafür, dass sie sich meist seitlich am Straßenrand bewegte. In den Sozialen Medien wurde das Geschehen kommentiert und bebildert.

Von Hübender aus lief das Tier am Rewe-Markt vorbei über die Bahnhof- und Hauptstraße, am Gymnasium vorbei bis zum Ohler Berg an der Achsenfabrik. Auf einem Grundstück an der Straße „Im Sonnenwinkel“ konnten die Polizisten sie   nur vorübergehend stellen. Dann lief sie über die Gleise der Wiehltalbahn zurück zum Rewe-Markt.

Die zwei und drei Jahre alten Tiere seien an die Wiesenhaltung gewöhnt und nicht als Ausreißer bekannt, sagt Horst Dresbach, der 60 Tiere auf Weiden rund um Nümbrecht hält. „Es muss hier eine Fremdeinwirkung gegeben haben“, mutmaßt der Landwirt. „Irgendetwas muss die Kühe in Panik versetzt haben.“ Sie seien offenbar in eine Ecke gedrängt worden und hätten keinen Ausweg gesehen, als durch den Zaun zu brechen. Dresbach hält es für möglich, dass es ein Wolf gewesen ist. „Vielleicht war es auch ein Hund oder ein Fuchs. Oder   ein Wildschwein oder eine Hornisse.“

Um dem Kuhschreck auf die Spur zu kommen, will er die beiden auf der Oberwiehler Wiese verbliebenen Tiere mit einer Wildkamera beobachten.