Das neue Ostportal der Kirche in Wiehl ist barrierefrei und aufwendig erneuert worden – mit Rampe, Naturstein und Beleuchtung.
StadtentwicklungNeues Kirchenportal in Wiehl wurde barrierefrei gestaltet

Ein Bild von der Außenanlage machten sich Bürgermeister Ulrich Stücker (r.) und Vertreter des Presbyteriums, des Fördervereins und der Sponsoren.
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Das neue Ostportal der Wiehler Kirche soll eine Einladung für jedermann sein. In den vergangenen Monaten wurden darum neue Natursteinstufen und Pflastersteine verlegt. Zuvor hatte die evangelische Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Initiative „Wiehl enthindert“ ein Konzept für einen barrierefreien Zugang entwickelt, in diesem Zuge die Podestfläche vergrößert und eine Rampe eingebaut.
Bauleiter Mathias Giering vom Büro Donner und Marenbach berichtet: „Die bestehende Treppe zu erweitern, scheiterte an fehlendem passenden Material. Daher war der Neubau die einzige Alternative. Bei alten Bauwerken müssen Kompromisse eingegangen werden, dennoch konnten wir die neue Treppenanlage barrierefrei gestalten.“ Der für die Arbeiten erforderliche Naturstein wurde in einem Steinbruch in Lindlar bestellt und produziert, um regionale Wertschöpfung zu gewährleisten.
Neue Details und Beleuchtung setzen Akzente
Direkt vor der Rampe wurde zudem eine neue Bank installiert, Vorbild ist die bestehende Bank am Kirchturm. Das i-Tüpfelchen, wie Bauleiter Mathias Giering beim Außentermin berichtet, sei die neue Beleuchtung der Torbögen. „Wer abends in Richtung Wiehl unterwegs ist, kann die Kirche und die wunderschönen Torbögen so schon von weitem sehen.“
Gekostet hat die Sanierung rund 70.000 Euro, wie Giering erläutert. Die Hälfte finanzierten die Kirche und der Förderverein aus Eigenmitteln, die andere Hälfte konnte mit Hilfe der Volksbank Oberberg und der Sparkassen-Stiftung Homburger Land aufgebracht werden.
Herausforderungen bei der Umsetzung
Während der Bauphase kam es zu so mancher Herausforderung, berichtet Bauleiter Giering: „Unter anderem mussten die Entwässerungs- und Stromleitungen erneuert und ergänzt werden. Und während der Arbeit stießen wir unter dem Belag auf sogenannten blauen Beton. Dieser ist sehr fest. Mit schweren Gerät hätten wir dem Gebäude zugesetzt, wir mussten andere Lösungen finden. Das erschwerte den Rückbau und die Entsorgung.“ Auch diese Herausforderung wurde gemeistert. Die nun geänderte Höhenlage erforderte allerdings die Bearbeitung des Kirchensockels, einschließlich Mauerwerk und Fugen.
Bürgermeister Ulrich Stücker findet beim Pressetermin zur Präsentation der neuen Außenanlagen nur lobende Worte. „Die Kirche hatte schon immer eine hohe städtebauliche Bedeutung in Wiehl. Und nun, mit der neuen Treppenanlage, dem Portal und den zwei Strahlern, die das Portal in das rechte Licht rücken, wirkt sie nun umso schöner.“
Die Bauarbeiten dauerten nur rund sieben Monate, der Vorlauf war deutlich länger: Erste Überlegungen zur Sanierung der Außenanlagen gab es bereits 2019, als die Stadt Wiehl ihr Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Isek) auf den Weg brachte.
Die Kirchmeister Hans Sommer und Karl-Christian Lück entwickelten daraufhin Ideenskizzen. Von 2021 an wurden dann die städtebaulich prägenden Maßnahmen an der Westseite der Kirche umgesetzt, unter anderem die Gestaltung des Westportals am Turm, die neue Verbindung zum Rathausplatz, die Fläche an der Nordseite der Kirche zur Hauptstraße hin sowie eine moderne Beleuchtungsanlage.
