Künftig wird das Angebot von Monti von einem „On-top-Angebot“ zu einem festen Bestandteil des ÖPNV in drei Kommunen werden.
Kreistag beschließt KonzeptMonti wird fester Bestandteil des ÖPNV

Das Angebot von Monti wird in den ÖPNV der Ovag integiert. Es wird fester Bestandteil und kein Zusatzangebot mehr.
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Mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen hat der Kreistag bei seiner Sitzung am Donnerstag in Lindlar das Zukunftskonzept für das „Monti“-Angebot beschlossen. Zuvor hatten sich der Kreisausschuss und der Entwicklungsausschuss intensiv mit dem Konzept befasst.
Es sieht vor, dass Monti als „On-top-Angebot“ zu einem Bestandteil des ÖPNV im Kreis wird. Doppelstrukturen sollen verhindert werden und Monti nur die Strecken bedienen, für die keine großen Busse benötigt werden. Das Konzept soll insgesamt zu einer besseren Auslastung führen und die Fläche besser erschließen. Mehr Fahrzeuge sind nicht geplant. Vorerst sollen die bisherigen Bediengebiete Wiehl/ Nümbrecht und Marienheide im Wesentlichen beibehalten werden.
Lob von allen Fraktionen
Durch die Bank lobten alle Fraktionen den Monti als Erfolgsmodell. Moritz Müller betonte für die CDU, dass Monti nun ein integraler Bestandteil und kein zusätzliches Angebot im ÖPNV sei. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnten auch neue Kapazitäten geschaffen werden. Nun müssten Erfahrungen gesammelt und eine Ausweitung auf andere Kommunen geprüft werden. Das koste Geld, mache aber den Nahverkehr attraktiver.
Monti sei sicher ein Erfolgsmodell, aber auch ein riesiger Kostenblock, sagte Reinhold Müller für die FDP und kündigte für die Abstimmung Enthaltung an. Daher sei es richtig, das Projekt auf zwei Jahre zu befristen und dann auszuwerten.
Wegweisender Beschluss
Der Beschluss sei von wegweisender Bedeutung, führte Thorsten Konzelmann von der SPD aus, daher sei auch eine inhaltliche Diskussion im Kreistag angemessen. Es gebe eine Neuausrichtung, die langfristig auch Kosten spare. „Wir fahren auf Sicht und können 2029 alles überprüfen“. Ein Zukunftskonzept sei das nicht, kritisierte Sebastian Schäfer von den Grünen. Dafür sei eine tiefergehende Auswertung erforderlich. Auch in Reichshof und Morsbach werde Monti benötigt.
Es sei nicht vermittelbar, dass Kommunen, die nicht profitierten, über die Kreisumlage mitzahlen müssen, sagte Klaus Solbach (UWG). Die Frage, ob das Angebot finanzierbar und gerechtfertigt sei, werde im Konzept nicht beantwortet. Zustimmung signalisierte dagegen Dietmar Rekowski (AfD).
