150 neue E-Bikes und 20 klassische Fahrräder stehen künftig an mehr als 60 Stationen bereit. Auch die Verbindung nach Leverkusen soll erleichtert werden.
MobilitätswendeNeue E-Bike-Flotte rollt im Bergischen Land

Jonas Löhr (Nextbike, v. l.), Dr. Marcel Frank (RVK), Landrat Arne von Boetticher und Gabi Wilhelm (Das Bergische) gaben den Startschuss für die neue Flotte von Bergischen E-Bikes.
Copyright: Alexander Schiele/Rheinisch-Bergischer Kreis
Das Bergische E-Bike ist in der Region längst mehr als ein Nischenangebot. Die Zahl der Ausleihen hat sich innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt. 2023 wurden die Räder kreisweit 14.553-mal genutzt, 2024 waren es 24.870 und im vergangenen Jahr schließlich 30.257 Nutzungen. Nun wurde die Flotte nach sechs Jahren komplett erneuert. 150 neue E-Bikes stehen künftig an mehr als 60 Stationen in den acht Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises bereit. Erstmals kommen außerdem 20 klassische Fahrräder ohne elektrischen Antrieb hinzu.

Die Bergischen E-Bikes haben im Zuge des Relaunches ein neues Design erhalten.
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Auch für die Verbindung zwischen dem Bergischen Land und Leverkusen spielt das Mietradsystem eine Rolle. An den Übergängen nach Leverkusen, Köln und in den Rhein-Sieg-Kreis gibt es gemeinsame Stationen, an denen Räder ausgeliehen und zurückgegeben werden können. Damit soll der Wechsel zwischen Fahrrad, Bus und Bahn einfacher werden. Das Bergische E-Bike soll vor allem den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Die Räder können beispielsweise für die Strecke zwischen Bahnhof und Wohn- oder Arbeitsort genutzt werden. Auch in Randzeiten, wenn Busse und Bahnen seltener fahren, bieten sie eine zusätzliche Möglichkeit, mobil zu bleiben.
Zusätzliche Stationen treiben die Nachfrage an
Wie stark das Angebot auf zusätzliche Stationen reagiert, zeigt das Beispiel Wermelskirchen. Dort stieg die Zahl der Ausleihen 2025 auf 5135 nach 1356 im Jahr zuvor. Zwei zusätzliche Stationen waren unter anderem wegen der Sperrung der A1 eingerichtet worden. Der Rheinisch-Bergische Kreis finanziert den Betrieb des Mietradsystems aufgrund eines Kreistagsbeschlusses bis Ende 2028. Gemeinsam mit den Kommunen, der RVK und nextbike soll das Angebot weiterentwickelt werden.
Für VRS-Abonnenten und Besitzer des Deutschlandtickets bleibt die erste halbe Stunde kostenlos. Danach kostet eine weitere halbe Stunde mit dem E-Bike zwei Euro. Für Nutzer ohne VRS-Abo steigt der Preis von zwei auf 2,50 Euro. Die klassischen Fahrräder sind neu im Angebot. Die bisherigen E-Lastenräder werden dagegen nicht mehr angeboten.
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