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WupperverbandSo wenig Regen in Leverkusen und Umgebung wie noch nie im Juli

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42 Grad Ende Juni an der City C: Auch im Juli wurde es nicht besser, der Wupperverband verzeichnete so wenig Regen wie noch nie in diesem Monat.

42 Grad Ende Juni an der City C: Auch im Juli wurde es nicht besser, der Wupperverband verzeichnete so wenig Regen wie noch nie in diesem Monat.

Am wenigsten Regen im Wupperverbandsgebiet fiel in Leverkusen.

Laut dem Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn waren der Juni und der Juli in Europa so heiß wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die Messungen des Wupperverbands bestätigen die Daten zur extremen Trocken- und Hitzeperiode. Wie der Verband mitteilt, hat es im Juli seit Beginn der Aufzeichnungen des Wupperverbandes noch nie so wenig geregnet.

Für die Messstation an der Bever-Talsperre in Hückeswagen meldet der Verband zwölf Liter Regen pro Quadratmeter. Zur Einordnung: Das Mittel an der Stelle liegt bei 79 Litern. Ähnlich ist es an der Großen Dhünn-Talsperre. Hier lag die durchschnittliche Regenmenge im Juli 2026 bei 24 Litern, der Durchschnitt liegt bei 82 Litern. Noch weniger Regen als an der Bever fiel an der Messstelle an der Kläranlage Buchenhofen: zehn Liter, das Juli-Mittel liegt bei 78 Litern. In Solingen-Burg fielen 19 Liter (Mittel 88 Liter).

Gemessen wird an den Stellen seit mehreren Jahrzehnten: an der Bever seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Wupperverband sagt: „An keiner der vier Stationen hat es bislang einen trockeneren Juli gegeben als dieses Jahr.“ Der nasseste Tag war der 26. Juli. An der Station Buchenhofen in Wuppertal fiel dennoch kein Regen, in Burg 16 Liter, in Lindscheid 15 und in Buchenhofen sechs.

Wupperverband versorgt Wupper und Dhünn mit Wasser

Den meisten Niederschlag aller Messstationen verzeichnet der Wupperverband für die Kläranlage Schwelm. 29 Liter hat es dort im Juli geregnet, aber auch hier liegt die Zahl weiter unter dem Juli-Mittel von 86 Litern. Am wenigsten hat es in Leverkusen geregnet, dort kamen nur sieben Liter im Juli runter, das Mittel liegt bei 78 Litern.

Und: Es habe auch viele Sonnenstunden gegeben, so der Verband: 262 Stunden habe der Deutsche Wetterdienst gemessen, der Durchschnitt liege bei 187 Stunden. Deshalb sei es noch trockener gewesen, so der Wupperverband. Das heißt auch, dass die Bäche und Flächen im Einzugsgebiet derzeit wenig Wasser führen. „Kleinere Bäche sind zum Teil ganz ausgetrocknet“, so der Wupperverband. Wupper und Dhünn profitieren dagegen vom Wasser aus den Talsperren. Niedrigwasseraufhöhung nennt sich der Vorgang, wenn Flüsse und Bäche mit Wasser aus Talsperren vor dem Trockenfallen bewahrt werden. Denn: „Dhünn und Wupper sind in Teilen als Lachslaichgewässer ausgewiesen und Heimat für sensible Arten. Da Dürrephasen häufiger und länger auftreten, gewinnt die Niedrigwasseraufhöhung aus den Talsperren für diese empfindlichen Lebensräume an Bedeutung.“

Damit aber dadurch die Talsperren nicht leer werden, habe der Wupperverband „die Abgabe an die Wupper aus der Wupper-Talsperre (Brauchwassertalsperre) und an die Dhünn aus der Trinkwassertalsperre Große Dhünn maßvoll reduziert“. Es gelte, den Wasservorrat in den Talsperren so gut es geht zu schonen, um auf mögliche weitere Trockenmonate vorbereitet zu sein.

Bis Ende Juli hatte der Wupperverband die Wupper mit 29 Millionen Kubikmetern Wasser aus den oberbergischen Talsperren unterstützt, das sei mehr als das Fassungsvermögen der Wupper-Talsperre, das ist die größte Talsperre im Wuppergebiet. Die flexible Steuerung der Talsperren wird für den Verband nach eigenen Angaben immer wichtiger, um sich an Klimaveränderungen anzupassen, „von Dürre bis Hochwasser“.

Die Trinkwasserversorger im Gebiet nehmen in dieser Zeit Wasser verstärkt aus anderen Quellen als die Talsperren. Der Wupperverband rät Bürgerinnen und Bürgern, sparsam mit Wasser umzugehen.