Schausteller verabschieden Ute Unrau – Messe zum Kirmesauftakt ist gut besucht – Bürgermeister betont sozialen Aspekt – Rummel bis Dienstag.
Rummel in Bergisch GladbachKirmes ist im Herzen der Stadt

Laurentiuskirmes 2026: Mit 80 Stundenkilometern wirbeln Kirmesbesucher auf dem „Break-Dancer“ im Kreis.
Copyright: Klaus Pehle
Die Laurentius-Kirmes ist im Herzen der Stadt angekommen. In doppeltem Sinne: Erstens haben die Schausteller ihre großen und kleinen Fahrgeschäfte, ihre Stände, Schießbuden und Getränkestände mitten in der Innenstadt aufgebaut. Und zweitens merkte man bei der Eröffnung am Samstagmittag, in der Schaustellermesse zuvor in der katholischen Kirche St. Laurentius und beim dann beginnenden Trubel auf den Karussells und den Vergnügungsgeschäften, wie sehr diese Kirmes in der Stadtgesellschaft verankert ist.

Aus Bonn und Köln waren Vertreter von Schaustellerverbänden gekommen, um die Bergisch Gladbacher Ordnungsamtsleiterin Ute Unrau in den Ruhestand zu verabschieden.
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„Es ist toll, mitten in der Stadt eine Kirmes zu haben“, sagt Bürgermeister Marcel Kreutz zur attraktiven City-Lage der Kirmes. „Davon kann auch unsere ganze Innenstadt profitieren.“ Er betonte ebenso den sozialen Aspekt des Rummels: „Hier können Menschen aus der ganzen Gesellschaft zusammenkommen und das ist ein unglaublich großer Wert, den unsere Kirmes verkörpert.“
Norbert Hörter hat sehr, sehr liebe Worte gefunden. Das hat mich wirklich sehr berührt.
Damit eine solch große Kirmes überhaupt ohne größere Probleme zwischen Rathaus, Kirche und rund um den Bergischen Löwen laufen kann, ist bei der Stadtverwaltung Ute Unrau als Leiterin des Ordnungsamtes verantwortlich. Sie war es, muss man sagen. Denn sie wurde bei der Kirmeseröffnung nicht nur von ihrem Mann, dem Kirmesorganisator Burkhardt Unrau in den Ruhestand verabschiedet, sondern auch von Delegationen verschiedener Schaustellerverbände aus dem Rheinland. „Das ist natürlich sehr emotional“, war sie sichtlich gerührt. „Bei so etwas muss ich immer aufpassen, dass mir nicht die Tränen kommen.“

Kirmes-Organisator Burkhardt Unrau (l.) betonte auf der Eröffnung die Bedeutung der Kirmes für die Stadt. Auch Bürgermeister Marcel Kreutz (r.) betonte die Bedeutung der Kirmes für die Stadt.
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Eine kleine Abschiedsrede hatte sie zuvor auch schon in der sehr gut besuchten Schaustellermesse vom Pfarrer gehört. „Norbert Hörter hat sehr, sehr liebe Worte gefunden. Das hat mich wirklich sehr berührt.“ Zwischen Schaustellermesse und Kirmeseröffnung hatten die Frauen der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius zum Schaustellerfrühstück vor den Autoscooter eingeladen.
Schaustellermesse und -frühstück verbinden die Schausteller und die Stadt, so lernt man sich über die Jahre kennen. Das zeigt doch auch, wie sehr die Stadt ihre Kirmes liebt.
180 belegte Brötchen schmierten die Gemeindefrauen am Morgen. „Uns macht das Spaß und beim Tragen der schweren Sachen helfen uns die Schausteller, ganz liebe Jungs“, so Rosemarie Broekmann, die seit dem ersten Schaustellerfrühstück vor 19 Jahren mithilft. Schaustellermesse und -frühstück kommen sowohl bei den Gladbachern, als auch bei den Kirmesleuten selbst gut an. „Das ist eine sehr schöne Idee“, so Bärbel Barth aus Bonn, die mit Sohn Ludwig den Autoscooter betreibt. „Es verbindet die Schausteller und die Stadt, so lernt man sich über die Jahre kennen. Das zeigt doch auch, wie sehr die Stadt ihre Kirmes liebt.“
Das sah man auch an der großen Anzahl an Politikern, Lokalprominenten und Wirtschaftsvertretern, die zur Eröffnung kamen und der hohen Besucherzahl am ersten Tag. Schon kurz nach der Eröffnung drehten viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Autoscooter vor dem Rathaus ihre Runden, ließen sich auf dem „Steamer“ vor der Villa Zanders in atemberaubender Steillage durchwirbeln, rotierten auf dem „Break-Dancer“ im Forum-Park hinter dem Bergischen Löwen, aßen spanische Churros, Grillwürstchen und Zuckerwatte und tranken ein kaltes Frischgezapftes. Oder sie stiegen in eine der 26 Gondeln des „Ostseestern“, um sich auf dem Riesenrad auf 35 Meter Höhe über die Stadt fahren zu lassen. So wie Bürgermeister Kreutz: „Vom Riesenrad hat man einen wahnsinnigen Ausblick über die Stadt, den man sonst nie hat.“ Den Panoramablick über die City und die anderen Attraktionen der Laurentius-Kirmes kann man noch bis Dienstagabend genießen. Dann beendet ein großes Feuerwerk die Kirmes.
