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StraßenschädenGummersbacher Buckelpiste soll repariert werden

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Ein Auto neben kaputtem Asphalt.

Wer im Begegnungsverkehr nicht aufpasst, riskiert Schäden an seinem Auto, wie ein verärgerter Leser berichtet. 

Die L98 ist für viele Autofahrer ein Ärgernis. Die außergewöhnlich schmale Landesstraße im Gelpetal zwischen Engelskirchen und Gummersbach ist voller Schlaglöcher.

Die L98 dürfte einer der schmalsten Landstraßen weit und breit sein. Der Begegnungsverkehr verlangt an einigen Stellen Augenmaß. Dennoch ist die Nochener Straße eine beliebte Verbindungsstraße von Engelskirchen nach Gummersbach. Auch Uwe Märtens nutzt sie täglich. Der Lindlarer ärgert sich, dass die Landesstraße nicht nur eng, sondern auch eine ausgesprochene Buckelpiste ist, vor allem im unteren Bereich.

„Die Straße ist in einem so schlechten Zustand, dass ich mir binnen sechs Monaten schon zweimal meinen Pkw beschädigt habe“, schreibt der Leser. „Wenn man eine Kiste Bier im Auto hat, da fliegen die Kronkorken runter. Unser Staat bekommt es trotz Sondervermögen nicht auf die Kette, die Straßen zu sanieren. Wo geht das ganze Geld denn hin?“

Stadt und Kreis appellieren öffentlich

Schon vor bald zwei Jahren berichtete unsere Zeitung, dass der Oberbergische Kreis und die Stadt Gummersbach sich zusammengetan und das Land NRW zur Sanierung der Landesstraße 98 aufgefordert haben. In dem gemeinsamen Antrag appellierten Kreis und Kommune an den Landesbetrieb Straßen NRW, die L98 „in einen Zustand zu versetzen, der ihrer tatsächlichen Nutzung entspricht“.

Auf unsere Anfrage kündigt der Landesbetrieb nun an, dass im Herbst mit der Sanierung der L306 zwischen Niedergelpe und Wegescheid begonnen werden soll. Teil dieser Maßnahme ist auch die Sanierung der L98 „in einem kurzen, aber besonders schlechten Abschnitt“.

Die eigentliche Sanierung der L98 könne erst in Angriff genommen werde, wenn die priorisierten Fahrbahnsanierungen auf den Umleitungsstrecken der A4 Wiehltalbrücke abgeschlossen sind, erläutert der Landesbetrieb und verspricht: „Bis dahin wird unsere Straßenmeisterei für die Verkehrssicherheit auf der Strecke sorgen.“

Eine gewisse Ironie liegt darin, dass der Ausbau der Straße zum breiteren Verkehrsweg vor 15 Jahren am Widerstand der Kommunen scheiterte. Der Oberbergische Kreis hielt damals den Zustand der L 98 für „ein ganz großes straßenbauliches Problem“, das besonders in der örtlichen Wirtschaft beklagt werde. Für Lkw über 5,5 Tonnen ist die L98 gesperrt. Da das Land dem Ausbau keine Priorität zumesse, könnte man sie durch Abstufung zur Kreisstraße in die eigene Baulast übernehmen, um sie dann selbst auszubauen, schlug der Kreis vor.

Nachdem es negative Reaktionen aus den umliegenden Dörfern gab – man fürchtete eine steigende Verkehrsbelastung – sprachen sich die Rathäuser von Gummersbach und Engelskirchen aber gegen den Ausbau aus. Die Straße blieb Landesstraße, das Land in der Verantwortung als Straßenbaulastträger.