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Trauer bei Schlader BotzeHarry Schülgen aus Bergisch Gladbach ist mit 79 Jahren gestorben

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Drei Männer halten die Montanusplakette und eine Urkunde in die Kamera.

2011 erhielt der jetzt verstorbene Harry Schülgen (Mitte) die Montanusplakette. Martin Gerstlauer (l.) und der damalige Bürgermeister Lutz Urbach bei der Feierstunde.

Nicht nur bei den Karnevalisten hinterlässt er eine schmerzliche Lücke. In vielen Vereinen der Stadt war er sozial engagiert. 

„Et jitt Minsche, die jonn. Un et jitt Minsche, die blieve. Harry bliev.“ Mit diesen Worten nehmen die Schlader Botze Abschied von einem ihrer prägendsten Mitglieder. Harry Schülgen ist am 28. Juli im Alter von 79 Jahren gestorben.

Seit 1969 gehörte der gebürtige Nußbaumer den Schlader Botze an, 18 Jahre war er Präsident, später Ehrenpräsident und Ehrenmitglied. 1978 schrieb er als Prinz Harry I. von Nossboom jecke Stadtgeschichte. Mit seiner Idee des Schlachtfestes gab er seiner Gesellschaft zudem einen bis heute unvergessenen Impuls.

Ein Verein reichte für seine Aktivitäten nicht

Gemeinsam mit Horst Neuhäuser sei Schülgen „das Gesicht der Botze“ gewesen, erinnern sich seine langjährigen Weggefährten Bernd Hachenberg und Michael „Mio“ Oppermann. Legendär war sein Ausspruch „Ein Gruß der Mutter Flora“, wenn er Blumen überreichte. Doch ein Verein allein hätte Schülgen wohl ohnehin nicht gereicht. „Ich bin mit den Vereinen verheiratet“, sagte der zeitlebens Ledige einmal.

Er engagierte sich bei den Hander Schützen, den Heimatklängen Nußbaum, im Heimatverein „Gemütlichkeit 1910“ und der Bürgergemeinschaft Nußbaum. Lange war er zudem Vizepräsident im Regionalverband Rhein-Berg im Bund Deutscher Karneval.

Sein Engagement hatte immer auch eine soziale Seite

Dabei hatte sein Engagement immer auch eine soziale Seite. Schülgen fuhr Bewohner des Anna-Hauses zum Einkaufen und sammelte mit einem eigens entworfenen Pin 4257 Euro für die Sitzung für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch junge Menschen fürs Brauchtum zu begeistern, lag ihm am Herzen.

2011 wurde Schülgen für seine Verdienste mit der Montanus-Plakette ausgezeichnet. Heimat, erklärte Schülgen damals, das seien sein Zuhause, die Menschen und die Nachbarschaft: „Da halten wir zusammen.“

Die Trauerfeier findet am Freitag, 14. August 2026, um 11 Uhr im Bestattungshaus Pütz & Roth, Kürtener Straße 10, statt. Anschließend wird Harry Schülgen auf dem Friedhof Paffrath an der Nußbaumer Straße beigesetzt.