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Tag der offenen TürBei ARA Chemie in Weiershagen hat sich viel getan

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Das Foto zeigt Jens Burkhardt (links) und Thomas Koternetz.

Beim Tag der offenen Tür konnten die Besucher auch hinter die Kulissen blicken.

Seit zwei Jahren baut Geschäftsführer Thomas Koternetz das Portfolio aus.

In den meisten Fällen ist ein Tag der offenen Tür einfach nur die Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen eines Betriebs oder einer Institution zu werfen. Im Fall der ARA Chemie in Wiehl-Weiershagen steckte allerdings mehr dahinter. Denn Geschäftsführer Thomas Koternetz wollte zeigen, wie sich der Wiehler Betrieb in den vergangenen zwei Jahren, seitdem er die Geschäftsführung übernommen hatte, verändert hat.

„Wir sind ein lokal ansässiger Hersteller und Lieferant von Abdichtungsprodukten für Bau, Handwerk und auch für private Heimwerker“, sagte er. Und das im Grunde genommen schon seit 1993, als das Unternehmen gegründet wurde. „Mein Vorgänger war Silikon-Chemiker und hat sich darauf spezialisiert. Ich hingegen komme aus dem Produktmanagement und habe dann vor zwei Jahren damit begonnen, das Portfolio nach und nach auszubauen“, sagte Koternetz.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir das Produktportfolio verdoppelt – und wir sind noch nicht am Ende.
Geschäftsführer Thomas Koternetz

Die Branche sei klein, man kenne sich – daher sei es auch nicht verwunderlich gewesen, dass er in seiner Heimat Österreich eines Tages einen Anruf bekommen habe, mit der Anfrage, ob er sich eine Nachfolge in einem Betrieb im Oberbergischen Kreis vorstellen könne. Er habe nicht lange gezögert.

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir das Produktportfolio verdoppelt – und wir sind noch nicht am Ende“, sagt Koternetz. Seitdem er Geschäftsführer ist, haben sich die Öffnungszeiten verdoppelt. „Früher sind die Handwerker zu uns gekommen und haben Silikon gekauft. Punkt. Heute kommen sie, kaufen Silikon und noch weitere Produkte, Werkzeuge, Zubehör“, sagt der Geschäftsführer. So gibt es nun etwa auch Reinigungsmittel von Akemi, Produkte für die Fenstermontage von Ralmont oder Werkzeuge von Irion.

Produziert wird am Standort selbst. Der ist nämlich wesentlich größer, als man von der Straße aus meinen könnte. Ein Blick hinter die Kulissen ist am Tag der offenen Türe auch drin. Im hinteren Bereich ist die große Lager- und Produktionshalle. „Auch das macht uns aus, wir haben unser Sanitärsilikon in 96 Farben auf Lager“, sagt Koternetz.

Nebenan ist es ruhig. Sonst allerdings wird mit drei Produktlinien Silikon abgefüllt, die Kartuschen kommen hier übrigens vom Weltmarktführer von nebenan, dem Engelskirchener Unternehmen Fischbach. „Die produzieren pro Jahr eine Milliarde Kartuschen“, sagt Koternetz. Alleine das Kartuschenlager nimmt zwei deckenhohe Regale in der Halle ein.

Freude über das Interesse der Wiehler

All das will der Geschäftsführer mit seinem Team zeigen. Und wird dabei nicht müde, eben dieses Team zu loben. „Die vergangenen rund zwei Jahre waren sicherlich sehr anstrengend, aber das Team hat großartig mitgezogen“, sagt Koternetz. Er selbst lebt in der Woche im Oberbergischen und fährt am Wochenende nach Hause zu seiner Familie in Österreich. Und wie er schon angedeutet hat – das Ende der ARA-Fahnenstange in Wiehl ist noch nicht erreicht. „Wir haben am Standort auch noch Platz zur Expansion“, sagt er und deutet auf die Wiese neben der Halle, die noch zum Firmengelände gehört.

Was den Geschäftsführer nun besonders freut, ist das große Interesse der Wiehler an seinem Unternehmen. „Schon als wir um 14 Uhr angefangen haben, sind die ersten 15 Leute da gewesen. Wir wollen zeigen, was sich hier verändert hat – und das scheint auf Interesse zu stoßen“, sagt Koternetz zufrieden.