Das Veterinäramt Oberberg musste einschreiten. Die Tiere wurden auf Heime in Wiehl und Wipperfürth verteilt.
Tierrettung36 Katzen aus Messie-Wohnung in Gummersbach befreit

Einige der geretteten Tiere sind erst wenige Wochen alt.
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Der Messiehaushalt war komplett vermüllt. Die Wohnung in Gummersbach-Dieringhausen diente zudem als nicht gerade artgerechter Lebensraum für nicht weniger als 36 Katzen. Am Montag ist das Veterinäramt eingeschritten. Mitarbeiterinnen des Wiehler Tierheims Koppelweide holten die Tiere aus dem Haus.
Die kleinsten waren erst fünf Wochen alt
Sie befreiten Katzen und Kater, darunter einige Jungtiere, die kleinsten erst fünf Wochen alt. Tierschutzvereinsvorsitzende Christiane Greb berichtet: „Nachdem der Vermieter uns schon am Nachmittag kontaktiert hatte, wurde das Veterinäramt eingeschaltet. Die Mieter hatten die Katzen zurückgelassen. Wie lange sie dort alleine waren, ist nicht bekannt.“
Das Wiehler Tierschutzheim Koppelweide konnte dieser Menge an Tieren allein nicht Herr werden. Das Veterinäramt bat darum das Tierheim Wipperfürth um Hilfe, und dieses übernahm 16 Katzen. Die Wiehler Vereinsvorsitzende beklagt: „Unsere Kapazitäten sind voll ausgeschöpft, wir haben bereits die erste Kittenschwemme – bis jetzt etwa 100 Kitten.“
Katzen sollen auf Pflegestellen ausgelagert werden
Es fehlt an Platz. Die Neuzugänge aus Dieringhausen mussten vorübergehend in den Hundequarantäneräumen untergebracht werden. Zu allem Überfluss gab es gerade eine Infektion auf der Katzenetage und das Tierheim mussten die Vermittlung für zwei Wochen aussetzen.
Möglichst viele Katzen sollen auf Pflegestellen ausgelagert werden, berichtet Christiane Greb. Sie bittet darum, für diese Katzen noch keine Vermittlungsanfragen zu stellen. „Sie müssen jetzt erstmal zur Ruhe kommen und die Quarantäne beenden. Unsere Tierärztin wird alle Tiere untersuchen.“ Eine gute Nachricht: „Auf den ersten Blick machen die Katzen keinen verwahrlosten Eindruck.“
Ab kommenden Montag wird die Vermittlung von Katzen wieder aufgenommen, die bereits länger im Heim sind, kündigt Greb an. „Und es gibt noch einige Kitten auf Pflegestellen, die bereit sind für ein neues Zuhause.“
Die Tierschutzvereinsvorsitzende appelliert an alle Katzenbesitzer, nicht zur ungesteuerte Vermehrung der Tiere beizutragen: „Es ist wichtig, dass auch Wohnungskatzen kastriert werden.“