Der gemeinsame Bauhof von Hückeswagen und Wipperfürth ist seit Jahresbeginn eine Anstalt des öffentlichen Rechts.
Gemeinsamer BauhofWipperfürth und Hückeswagen sparen Steuern

Markus Hinsberg (39) leitet den Bauhof seit März 2026.
Copyright: Dierke
Die meisten Hückeswagener und Wipperfürther werden davon nicht viel mitbekommen – für die Kommunen bedeutet es in erster Linie eine große Steuerersparnis. Die Rede ist von der Umwandlung des gemeinsamen Bauhofs in eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AÖR). Damit einher geht zudem eine deutlich größere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Bauhofs.
Das berichtet der neue Bauhofleiter Markus Hinsberg. „Wir müssen viel buchhalterisch verändern, sind für die Arbeiten selbst verantwortlich. Für die Kommunen bedeutet es allerdings eine Steuerentlastung. Denn die Umstellung ist aus genau diesem Grund vorgenommen worden – in den kommenden Jahren wäre nämlich Umsatzsteuer auf die Arbeiten des Bauhofs angefallen“, sagt der 39-Jährige, der selbst zum 1. März 2026, zwei Monate nach der eigentlichen Umstellung zum Jahreswechsel, seinen Posten angetreten hat.
Viele Fahrzeuge müssen ausgetauscht werden
Der Kölner ist schon seit 2011 im Bergischen. „Damals habe ich meine Diplomarbeit im FH-Studium Wirtschaftsingenieurwesen geschrieben, beim Remscheider Unternehmen Leistritz.“ Dort habe er einige Jahre gearbeitet, wechselte dann zur Sona BLW und später zu Dirostahl. Die Weltlage, die komplexe Energieversorgungslage – das habe ihn dann dazu bewogen, sich noch einmal nach einer anderen Stelle umzusehen. „Ich habe dann die Stelle hiergesehen – und mich beworben“, sagt Hinsberg. Für ihn sei die Stelle im rechtlich soeben umgewandelten Bauhof auch die große Chance, beim Aufbau von etwas Neuem mitzuarbeiten.
Zu den größten Veränderungen, die anstehen, gehört auch die Anschaffung neuer Fahrzeuge. „Wir haben einen Wirtschaftsplan mit hohen Investitionen aufgelegt, der nun nach und nach umgesetzt wird.“ Viele der Fahrzeuge im Bauhof-Bestand seien in die Jahre gekommen, so dass sich Reparaturen nicht mehr lohnen würden und die Fahrzeuge ausgetauscht werden müssten. Darunter seien Pick-ups, Transporter, Spezial-Fahrzeuge für den Winterdienst – und für Hückeswagen eine neue Kehrmaschine, die es in Wipperfürth schon gibt.
Eine weitere Umstellung im Bauhof betreffe den eigenen Personalrat, einen Schwerbehinderten- und Gleichstellungsbeauftragten, die aus eigenen Reihen gestellt würden. „Dadurch läuft alles runder und das wiederum ist für alle Beteiligten gut so“, betont der 39-Jährige.
