Wir erklären, wie der Wettbewerb „Wipp brummt“ und das „Förderprogramm Lebendige Böden“ funktionieren.
WettbewerbMit „Wipp Brummt“ will die Stadt Wipperfürth Naturgärten fördern

Eine Hummel fliegt an den Ast einer blühenden Kirschpflaume.
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Ein Wettbewerb für überzeugte Naturgärtner und alle, die es werden wollen: Mit „Wipp brummt“ will die Hansestadt Wipperfürth die heimische Natur unterstützen und die Grundsätze des naturnahem Gärtnerns fördern. Naturgärten verzichten auf Torf und chemischen Pflanzenschutz, sie setzen stattdessen auf die Kraft der Natur.
Alle Besitzer von Gärten und Vorgärten in Wipperfürth und seinen Dörfern können mitmachen. „Nicht Perfektion entscheidet, sondern Vielfalt, Lebendigkeit und gute Ideen“, heißt es im Programmflyer, der demnächst ausliegen wird. Infos gibt es außerdem online unter www.hier-brummts.de
Hortensien sehen zwar hübsch aus, sind aber völlig wertlos.
Eine Jury wird die am Wettbewerb teilnehmenden Gärten besichtigen. Besonderen Wert legt sie auf heimische Pflanzen, Nistplätze und Quartiere wie Insektenhotels und Starenkästen, Unterschlupfmöglichkeiten wie Trockenmauern, Komposthaufen, Wasser, durchlässige Böden und begrünte Fassaden und Dächer.
Ende Mai soll im Rahmen des Feierbandmarktes auf dem Wipperfürther Marktplatz der offizielle Startschuss für den Wettbewerb fallen, der dann bis Ende August läuft. „Wipp brummt“ wird beim Feierabendmarkt mit einem eigenen Infostand vertreten sein, wo Experten Auskunft geben.

Naturgärten weiter verbreiten wollen (v.l.) Franziska Mauch, Kamila Lebert und Katharina Hartwig von der Wipperfürther Stadtverwaltung.
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Im Rahmen des Stadtfestes im September findet dann die Preisverleihung statt. Die Volksbank Berg sponsert den Hauptpreis in Höhe von 300 Euro. Die Idee für diesen Wettbewerb hat Klimaschutzmanagerin Franziska Mauch aus Süddeutschland mitgebracht, wo er schon seit einigen Jahren erfolgreich läuft.
Die Grundidee dahinter: Das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Gärten und heimischer Pflanzen zu fördern und die Bevölkerung zu informieren. „Hortensien zum Beispiel sehen zwar hübsch aus, sind aber völlig wertlos“, sagt Kathrin Hartwig, als Projektleiterin für die Gemeindeentwicklungsstrategie zuständig.
Förderprogramm für lebendige Böden
Ein weiterer Baustein, mit dem die Hansestadt Wipperfürth das naturnahe Gärtnern unterstützt, ist das Förderprogramm „Lebendige Böden“. Gartenbesitzer, die ihren Garten oder Vorgarten entsiegeln wollen – indem sie zum Beispiel gepflasterte Flächen durch Rasengittersteine oder andere wasserdurchlässige Materialien ersetzen – können bei der Stadt einen Förderantrag stellen.
Das gilt auch für alle, die etwa Blühstreifen anlegen oder auf heimisch, klimaangepasste Pflanzen setzen. Wichtig ist: Der Förderantrag muss gestellt werden, bevor die Arbeiten begonnen haben. Anträge müssen schriftlich gestellt werden, auf der Internetseite der Stadt Wipperfürth gibt es dafür ein eigenes Antragsformular.
Für das Programm Lebendige Böden stehen im Haushalt insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung. Es läuft bereits seit einigen Wochen, so dass der Fördertopf schon zur Hälfte aufgebraucht ist. Beide Maßnahmen – Wipp brummt und Lebendige Böden – sollen außerdem helfen, die Folgen des Klimawandels wie die Hitzebelastung in den Innenstädten zu verringern, sowie einen Beitrag leisten zur Artenvielfalt und dem Schutz von Insekten.
Wer Fragen zum Förderprogramm oder zu m naturnahen Gärtern hat, kann sich an Klimaschutzmanagerin Franziska Mauch, franziska.mauch@wipperfuerth.de, Telefon (0 22 67) 64 243, wenden.

