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WassersportAn der Bever lernen Kinder die Grundlagen des Segelns

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Das Foto zeigt ein Segelboot und vier Personen

Teilnehmer des Segelcamps auf der Bever

Immer in den Somerferien findet an der Bevertalsperre das Segel-Camp der Segler-Vereinigung Wuppertal statt.  34 Kinder, auch aus Oberberg, lernen hier die Grundlagen des Segelns.

Es ist knackig heiß gewesen in der vergangenen Woche. Die Bever-Talsperre bot eine willkommene Abkühlung – für 16 Kinder zwischen acht und 13 Jahren, die am ersten Teil des diesjährigen Segel-Camps der Segler-Vereinigung Wuppertal (SVWu) rund um das Vereinsheim in Hückeswagen-Käfernberg teilgenommen haben.

Für 18 weitere Kids in dieser Wochen ist es eher der Aufenthalt auf dem Wasser, der sie lockt. Das Segel-Camp ist eine echte Institution an der Talsperre. Klaus Rosanowski, Vorsitzender des Jugendausschusses und Organisator des Camps, weiß schon gar nicht mehr, wann es zum ersten Mal stattgefunden hat.

Kooperation mit den Städten Wipperfürth, Hückeswagen und Wuppertal

„Es ist jedenfalls auch eine Kooperation mit den Städten Wuppertal in der einen Woche sowie Hückeswagen und Wipperfürth in der zweiten Woche, eingebettet in die jeweiligen Ferienspaß-Programme. Dementsprechend kommen auch die Kinder hauptsächlich aus diesen drei Städten“, sagt er.

Für den Laien ein wenig verwunderlich ist es, dass trotz der andauernden Trockenheit die Talsperre noch ausreichend Wasser führt, damit die Segler dort ihrem Hobby nachgehen können. „Es ist deutlich besser als im vergangenen Jahr, der Wupperverband hat wohl etwas an der Wasserwirtschaft verändert – auf jeden Fall haben wir Segler so einen ausreichend hohen Wasserstand“, sagt Rosanwoski.

Die Hälfte hat schon Segelerfahrung

Die Kinder befinden sich an diesem Donnerstagvormittag gerade auf dem Wasser, die ersten theoretischen Erfahrungen werden eifrig in die Praxis umgesetzt. Etwa die Hälfte der Kinder hat bereits Segelerfahrung, die andere Hälfte lernen den Sport im Camp erstmals kennen. „Sie finden es richtig toll, das sagen sie uns auch immer, dass sie das Boot kontrollieren können, dass sie Verantwortung dafür haben – und diese auch bekommen“, sagt der Jugendleiter.

Es ist ein echtes Camp, das die SVWu da Jahr für Jahr auf die Beine stellt. Denn die Kinder sind nicht nur für eine ganze Woche mit einem Thema beschäftigt, es ist auch so, dass sie rund um die Uhr im Vereinsheim in Käfernberg sind. „Sie übernachten hier in Zelten und es gibt rund um das Segeln auch ein Abendprogramm“, berichtet Rosanwoski. Allerdings steht der Segelsport im Mittelpunkt.

Früher Teilnehmerin, heute Betreuerin

Wie auch an den zahlreichen Postern mit unterschiedlichen Situationen auf dem Wasser zu sehen ist, die an der Wand im Vereinsheim aufgehängt sind. Die hohen Temperaturen beeinträchtigen das Segelcamp keineswegs. „Die Kinder müssen sich natürlich eincremen und mit Mützen oder Hüten gegen die Sonne schützen, aber sonst ist es auf der Bever immer wieder auch windig genug“, sagt Rosanowski.

Betreut werden die Nachwuchssegler von einem jungen, sechsköpfigen Team aus ehrenamtlichen Helfern des Vereins. Eine der Helferinnen ist Eva Kley, 21 Jahre alt und selbst ehemaliges Segel-Camp-Kind. „Das geht oft ineinander über, dass man erst am Segel-Camp teilnimmt und dann ins Betreuerteam wechselt“, sagt die junge Frau lachend. Sie ist seit fünf Jahren Betreuerin und hat dementsprechend schon einige Jahrgänge erlebt.

„Diesmal ist es ein sehr wassermotivierter Jahrgang, das freut mich sehr. Mindestens die Hälfte hat immer Bock aufs Segeln, diesmal aber deutlich mehr. Es ist auch für uns Betreuer einfacher, weil man die Kinder auf dem Wasser einfacher im Auge behalten kann als an Land“, sagt sie und lacht wieder.

Im Verein greift zudem alles Hand in Hand, wie auch Rosanowski bestätigt. „Die Kinder wachsen darin hinein, dass man das Material pflegen muss. Und in der Woche vor dem Camp haben wir mit einigen Freiwilligen aus dem Verein alle Kinder- und Jugendboote auf Vordermann gebracht“, sagt er.

Für die Kinder ist das Segel-Camp ein echtes Rundumpaket. Und das weiß man auch. Denn die Plätze für die beiden Gruppen seien für dieses Jahr bereits innerhalb kürzester Zeit ausgebucht gewesen. Das wird im kommenden Jahr wohl kaum anders sein.