Für den Königsforst gilt immer noch Waldbrandgefahrenstufe 2. Das Forstamt beobachtet weiter die Situation, auch die Waldbrandeinsatzbereitschaft bleibt vorerst bestehen.
Rhein-BergEs gibt noch keine vollständige Entwarnung für die Wälder

„Waldbrand verhindern!“ steht auf einem Schild im Gierather Wald. Zigaretten und offenes Feuer sind hier verboten.
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Schon Mitte August werfen viele Bäume ihre Blätter ab, zahlreiche Kronen haben sich gelb oder braun verfärbt. An einigen Stellen ist der Boden ausgetrocknet und von Rissen durchzogen. Wo sich sonst Wasser in Teichen sammelt, sind teilweise nur noch trockene Flächen zu sehen. Die Folgen von Hitze und anhaltender Trockenheit sind damit auch in Rhein-Bergs Wäldern sichtbar.
Das Bergische ist bislang glimpflich davongekommen
Revierförster Jürgen Greißner schätzt die Lage nach dem Regen etwas entspannter ein. Für den Königsforst gilt laut Greißner derzeit Waldbrandgefahrenstufe 2, also eine geringe Waldbrandgefahr. Eine vollständige Entwarnung gebe es dennoch nicht. Das Forstamt beobachte die Situation weiterhin, auch die Waldbrandeinsatzbereitschaft bleibe vorerst bestehen.
Etwas zurückhaltender bewertet Revierförster Joachim Cohnen die Lage in seinem Revier. Zwar sei man im Bergischen bislang glimpflich davongekommen. Die Einstufung des Deutschen Wetterdienstes sage seiner Ansicht nach jedoch nur bedingt etwas darüber aus, wie die Situation tatsächlich vor Ort im Wald sei. In seinem Revier habe der Regen beispielsweise lediglich die oberste Laubschicht leicht angefeuchtet. Darunter sei es weiterhin trocken. Hinzu kämen abgestorbene Bäume und eine vielerorts ausgetrocknete Bodenvegetation.
Menschen sollten ihre Spazier- oder Hunderunde an den Waldrand verlegen
Auch bei der Frage, ob Spaziergänger und Hundebesitzer den Wald derzeit meiden sollten, setzen die beiden Förster unterschiedliche Akzente. Greißner hält einen Waldbesuch grundsätzlich weiterhin für möglich. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) hatte dagegen noch am Samstag eindringlich vor der angespannten Lage gewarnt und an die Bevölkerung appelliert: „Bleiben Sie bitte einfach aus den Wäldern raus“ (wir berichteten). Cohnen rät ebenfalls zu größerer Zurückhaltung. Wer etwa im Gierather Wald unterwegs sei, solle sich möglichst auf den breiten Hauptwegen bewegen. Noch besser sei es, die Spazier- oder Hunderunde derzeit an den Waldrand zu verlegen.
Greißner versteht den Appell der Ministerin vor allem als Aufforderung an die Bevölkerung, angesichts der Trockenheit besonders vorsichtig zu sein. Immer wieder hielten sich Menschen nicht an grundlegende Regeln. So würden Zigarettenkippen achtlos weggeworfen, etwa auf Waldparkplätzen, oder trotz der Trockenheit offene Feuer im Wald entzündet. Ähnliche Erfahrungen macht Cohnen. Noch am Sonntag habe er im Gierather Wald Menschen angetroffen, die trotz der Waldbrandgefahr rauchten. Für ihn zeige das, wie leichtfertiges Verhalten andere in Gefahr bringen könne. Deshalb appelliert er an die Waldbesucher: „Es muss den Leuten klar werden, wozu das führen kann.“ Gerade bei weiterhin trockener Bodenvegetation könne bereits eine kleine Zündquelle schwerwiegende Folgen haben.
